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26. Februar 2011: Das Sea Shepherd-Schiff Steve Irwin fährt gerade von McMurdo Sund nach Norden und wird seine Suche nach der vermissten norwegischen Yacht entlang der Westküste des Rossmeeres fortsetzen.

“Wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft und unsere Suche war sehr sorgfältig. Wir haben die gesamte Gegend drei Mal vom südlichen Ende von McMurdo Sund bis zur nördlich gelegenen Franklin-Insel abgesucht“, sagte Kapitän Paul Watson. „Leider konnten wir nur das Rettungsboot und Zubehör des Rettungsbootes an zwei verschiedenen Orten finden.

Das Rettungsboot wurde 45 Meilen nördlich der Position gefunden, an der der Notruf abgesetzt wurde und es war unbemannt. Das Zubehör des Bootes wurde 10 Meilen südlich von der Position des abgesetzten Notrufes gefunden. Die Verhältnisse waren perfekt – sowohl das ruhige, flache Meer, als auch die Sichtverhältnisse für die Luftsuche. Wenn es Überbleibsel, ein gekentertes Boot oder Hinweise auf die vermissten Seeleute geben würde, hätten wir sie gefunden. Doch wir haben nichts entdeckt.“

Heute Morgen durchsuchte die Mannschaft von Sea Shepherd die Gewässer um die Franklin-Insel. Es gibt eine geringe Chance, dass die Berserk durch den Sturm nach Norden abgetrieben wurde; Sea Shepherd wird dieser Möglichkeit nachgehen. Die Suche wurde noch nicht eingestellt. Sea Shepherd steht mit dem neuseeländischen Such- und Rettungsdienst in Verbindung und wird die Suche nach der Berserk solange fortsetzen, bis sie offiziell eingestellt wird.

Sea Shepherd-Hubschrauberpilot Chris Aultman befand sich bei der Suche 21 Stunden in der Luft. Sea Shepherd ist der McMurdo-Station zu großem Dank verpflichtet. Sie versorgte uns mit Hubschraubertreibstoff, um die Suche ausdehnen zu können. Die Steve Irwin führte die Suche nach dem Rasterprinzip durch und deckte damit das gesamte Gebiet von McMurdo Sund ab. Die Steve Irwin setzte auch ein Schlauchboot ein, um in Gebiete vorzudringen, dessen Zugang dem größeren Schiff verwehrt war.

Die Mannschaft von Sea Shepherd war froh, dass die Wetter- und Seeverhältnisse absolut perfekt für die Suche waren. „In solch einem Gebiet einen kleinen, blauen Wasserbehälter zu finden, der schon fast untergegangen war, zeigt wie gründlich unsere Suche gewesen ist“, sagte Steuermann Malcolm Holland aus Australien. „Alles, was man hätte finden können, haben wir gefunden.“

Sea Shepherd fand heraus, dass die EPIRB (Seenotfunkboje) im Schiff war. Sie sollte 24 Stunden lang ein Notsignal senden, tat dies aber nur 45 Minuten. Sie sollte aus einer Tiefe von 10 Metern senden und musste per Hand aktiviert werden. Die Boje war nicht aufzufinden. Das könnte bedeuten, dass sie im sinkenden Schiff aktiviert wurde und nach mehr als 10 Metern Tiefe aufgehört hat zu senden. Diese Beweislage deutet darauf hin, dass die Berserk an der Stelle sank, von der der Notruf abgesetzt wurde und sie so schnell sank, dass die Mannschaft keine Möglichkeit hatte zu entkommen. Die Kombination aus stürmischer See, Winden mit 155 km/h, Temperaturen von -50°C, tödlichen kleinen Eisbergen und dem Stahlrumpf des Schiffes führten zu dieser Tragödie.

“Dies waren mutige und erfahrene Männer, aber im vollen Angesicht der Naturgewalten waren ihre Chancen gleich Null“, so Kapitän Paul Watson. „Doch sie waren hier im Geiste Amundsens, kannten die Risiken und waren entschlossen, sie auf sich zu nehmen. Dies machte alle drei zu Herren ihres eigenen Schicksals und Kapitänen ihrer Seelen.“

Die Sea Shepherd Conservation Society hatte die Ehre, an dieser historischen Suche teilzunehmen, aber wir bedauern, dass das Ergebnis kein glückliches war.

Kapitän Watson gab folgende Erklärung ab: “Ich möchte meiner Mannschaft aus ganzem Herzen danken, besonders meinem Steuermann Malcolm Holland aus Australien, der die Suchaktionen leitete, Hubschrauberpilot Chris Aultman aus den USA, der 21 Stunden in der Luft verbrachte, Cassandra Smith aus Australien, die das Rettungsfloß gefunden hat, den Wachoffizieren Nuño Ramos Fernandez aus Spanien und Luis Correia De Pinho aus Australien für ihre Wachsamkeit, Sicherheitsoffizier Jeffrey Milstein aus den USA für seine Rettungserfahrung und Fotografin Bárbara Veiga aus Brasilien, die die Beweise dokumentierte. Vielen Dank auch an den Rest meiner Mannschaft für die vielen Arbeitsstunden und Bemühungen. Ein besonderer Dank gilt dem neuseeländischen Such- und Rettungsdienst, der die Suche aus einer so großen Entfernung effizient koordiniert hat.“

Suchdetails:
Beginn der Suche: 24. Februar, 7 Uhr (NZT)
Suchzeit der Steve Irwin an Land und auf See insgesamt:: 52 Stunden bis 11 Uhr am Freitag, 26. Februar
Flugstunden des Hubschraubers: insgesamt 21, im Durchschnitt 2,4 Stunden pro Flug
Zurückgelegte Entfernung: 1550 Seemeilen mit einem Durchschnitt von 80 Knoten.
Suche in Quadratmetern: 3600 Seemeilen.
Details des Suchgebietes:
Von der Entdeckung des Rettungsfloßes der HMNZS Wellington bis nach Cape Bird, entlang der Küste bis zum Tryggve Point und zurück. Dann das gesamte Gebiet von McMurdo Sund von Backyard Bay und Inaccessible Richtung Norden nach Cape Bird, inklusive dem Gebiet jenseits der Küste von Cape Royds bis nach Cape Bird. Anschließend von Cape Bird nach Geiki Bay bei hervorragenden Suchbedingungen – Absuchen eines breiten Streifens entlang der Eisgrenze. Von dort aus 20 Seemeilen Richtung Osten und zurück nach Süden zum Schiff. Dann ein Korridorflug parallel zur Steve Irwin in einem Gebiet westlich der Beaufort-Insel, wo das Rettungsfloß gefunden wurde und weitere 40 Seemeilen Richtung Norden. Anschließend Fortsetzung der Suche von der Position, an der das Rettungsboot der Berserk gefunden wurde und weitere 40 Meilen nach Norden. Dann suchte der Hubschrauber eine Strecke zwischen der Position des Rettungsbootes und Bird Point ab. Überreste des Rettungsbootes wurden in der Nähe von Horseshoe Bay gefunden. Der Hubschrauber passierte die Franklin-Insel und suchte die seichten Gewässer um die Insel ab. Schließlich Kurs nach Norden, entlang des 166 O Längengrades in der Nähe der Westküste des Rossmeeres.

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