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runner11818. Januar 2018:  Am 15. Januar 2018 setzte die liberianische Küstenwache mit Hilfe von Sea Shepherd das unter ghanaischer Flagge fahrende Fangschiff PANOFI FORE RUNNER in den Gewässern Liberias fest. Das 71 Meter lange Ringwadenschiff war mit neun Fischkonzentrationsvorrichtungen, sogenannten FADs, ausgestattet und fischte ohne liberianische Fanglizenz in den Gewässern des westafrikanischen Staates.

Im Grunde sind FADs wie „Fischmagnete“, die Fische anlocken. Die von der PANOFI FORE RUNNER eingesetzten FADs sind hochtechnologische Geräte, die dem Schiff zudem Fischvorkommen anzeigen. Das Schiff kann dann das zwei Kilometer lange Netz über der Fischkonzentrationsvorrichtung ausbringen und die sich darunter befindenden Fische aufnehmen.

Fischfang ohne Fanglizenz ist nach den liberianischen Fischerei-Bestimmungen der gravierendste Verstoß und kann mit Geldstrafen von bis zu 830.000 Euro geahndet werden. Jedes ausgebrachte FAD entspricht einem separaten Verstoß; somit kann ein Bußgeld von über 7 Millionen Euro verhängt werden.

In einem missglückten Versuch, sich der gerichtlichen Verfolgung zu entziehen, boten der Kapitän und der Erste Offizier dem Enterkommando der liberianischen Küstenwache Bestechungssummen von umgerechnet etwa 1186 Euro und 5653 Euro. Dieser Vorfall wird nun zusätzlich zur Anzeige gebracht.

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Die PANOFI FORE RUNNER wurde im Hafen von Monrovia festgesetzt, wo sie auf ihr Verfahren wartet.

„Der Versuch des Kapitäns und des Ersten Offiziers, die liberianische Küstenwache zu bestechen, ist kriminelles Verhalten und ein klarer Beweis dafür, dass sie etwas zu verbergen hatten. Es ist im Zusammenhang mit Fischerei-Verstößen nicht ungewöhnlich, dass noch andere Delikte wie Fälschung, Steuerhinterziehung und Bestechung hinzukommen. Aus diesem Grund bekämpft das Verteidigungsministerium illegalen Fischfang entschlossen als länderübergreifende organisierte Kriminalität“, sagte der liberianische Verteidigungsminister Brownie Samukai.

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Die PANOFI FORE RUNNER gehört zur Fangflotte der Panofi Company GmbH, einem von Ghana aus operierenden Unternehmen mit wirtschaftlichem Eigentum in Südkorea, das bereits für frühere Fischerei-Verstöße in Liberia verurteilt wurde. Ein Schwesterschiff der PANOFI FORE RUNNER, die PANOFI DISCOVERER, wurde 2013 in Liberia zusammen mit den beiden Kühlfrachtschiffen PANOFI VOLTA VICTORY und VOLTA GLORY wegen illegalem Fischfang und illegalem Umladen von Fisch in liberianischen Gewässern festgesetzt. Auf der PANOFI FORE RUNNER befanden sich 700 Tonnen Thunfisch. Bei der Überprüfung fand man außerdem Aufzeichnungen an Bord, die zeigen, dass die PANOFI FORE RUNNER regelmäßig Fisch auf die beiden, wegen Fischerei-Vergehen in Liberia verurteilten Kühlschiffe Fisch umlädt.

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„Es ist fünf Jahre her, dass Schiffe der Panofi Company GmbH festgesetzt und wegen illegalem Fischfang in liberianischen Gewässern verurteilt wurden. Die prompte Festsetzung eines Fangschiffes von Panofi, das wieder einmal sein Glück versuchte, liberianische Gesetze zu umgehen, beweist die unglaublichen Fähigkeiten der liberianischen Küstenwache, die Gewässer zu erhalten und zu beschützen und zeigt außerdem die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Regierung und Zivilbevölkerung, um illegalen Fischfang zu verhindern“, sagte Kampagnenleiter Peter Hammarstedt.

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Seit Februar 2017 unterstützt Sea Shepherd mit OPERATION SOLA STELLA die Regierung von Liberia dabei, illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei, sogenannte IUU-Fischerei, zu unterbinden. Unter der Leitung des liberianischen Verteidigungsministeriums stellt Sea Shepherd ein ziviles Patrouillen-Schiff zur Verfügung, das in liberianischen Gewässern verkehrt. OPERATION SOLA STELLA führte bereits zur Festsetzung von neun Schiffen, die IUU-Fischerei betrieben. Entwicklungsländer sind besonders anfällig für IUU-Fischerei, die bis zu 40% des in westafrikanischen Gewässern gefangenen Fisches ausmacht.

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Im Jahr 2016 arbeitete Sea Shepherd im Rahmen von OPERATION ALBACORE mit der Regierung von Gabun zusammen. Bei dieser Kampagne wurden über 40 Fangschiffe auf See kontrolliert, was zur Festsetzung von drei kongolesischen IUU-Schleppnetzschiffen und eines spanischen Langleinen-Schiffes führte. OPERATION SOLA STELLA ist eine Fortsetzung dieser aktiven Zusammenarbeit von Sea Shepherd Global mit den nationalen Regierungen und ihren Vollzugsbehörden im Kampf gegen die IUU-Fischerei.

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