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team5412. November 2017:  Im Rahmen unserer laufenden Kampagne OPERATION BLOODY FJORDS zur Beendigung des Abschlachtens von Delfinen und Grindwalen auf den dänischen Färöern, führte Sea Shepherd zwischen Juli und Anfang September zehn Wochen lang Patrouillen an Land durch. Die von Sea Shepherd UK koordinierten Teams waren in sechs verschiedenen färöischen Städten positioniert, sodass 19 ausgewiesene Walfangbuchten abgedeckt wurden. Unsere Crew aus Freiwilligen, die ihre persönliche Urlaubszeit nutzte, um sich unter andere Touristen zu mischen, konnte in den zehn Wochen neun verschiedene Grindadráps dokumentieren. Wir veröffentlichen nun die persönlichen Aufzeichnungen und Bilder, die uns von sechs dieser Teams vorgelegt wurden.

Team 5, das in Saltangará stationiert war, wurde Zeuge der Delfinjagd in Funningsfjordur am 5. August 2017 (133 Atlantische Weißseitendelfine getötet) und der Delfinjagd in Hvannasund am 6. August 2017 (39 Langflossen-Grindwale und 1 Atlantischer Weißseitendelfin getötet).

„Um 21:00 Uhr am Abend des 5. August tauchten auf nationalen Internetseiten Berichte über zwei Treibjagden auf, ein Bericht über eine Schule von 100 Delfinen beim Funningsfjord, der andere über eine Schule von Grindwalen, die nach Hvannasund gedrängt wurde.

Die Schule mit Delfinen wurde schnell in die ausgewiesene Tötungsbucht von Funningsfjord getrieben. Die ganze Familie wurde innerhalb von Minuten nach der Bekanntgabe des Grinds auf den nationalen Nachrichtenseiten geschlachtet. Als wir uns der Bucht näherten, erreichte uns die Nachricht, dass die Schule abgeschlachtet worden war. Auf der Fahrt dorthin passierten wir mehr als 20 Autos, die das Gebiet verließen; viele schienen ganze Familien an Bord zu haben, als sie die Bucht verließen.

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Vor Eintreffen in der Bucht sahen wir noch viele Menschen, die sich am Hang versammelt hatten und in die Bucht hinunterschauten, während sie lachten und miteinander scherzten; Kinder liefen und spielten im Gras. Als wir uns den Gruppen anschlossen, begannen wir die blutige Szene unten zu sehen, das Meer war bereits rot gefärbt mit dem Blut von über 100 getöteten Delfinen.

Die Gedanken drehten sich sofort um den krassen Gegensatz zwischen dem Bild von lachenden Menschen, spielenden Kindern und der barbarischen Szene vor uns am Wasser. Viele Delfine der Schule lagen noch immer an den Stränden, Blut floss aus den tödlichen Wunden, dort war ein Delfin mit einer so tiefen Wunde, dass er fast den Kopf komplett durchtrennt hatte. Wir sahen Eltern, die ihre Kinder hinunter brachten, um die Kadaver aus der Nähe zu sehen, wir beobachteten ein Elternpaar, das sogar ihren Jungen hochhob, um ihn auf den Körper eines Delfins zu setzen und Fotos von ihm zu machen. Der Mangel an Einfühlungsvermögen für die soeben brutal ausgelöschten Leben war klar, ebenso wie die Einsicht, dass künftige Generationen dieser brutalen Handlung bereits heute ausgesetzt sind.

Schlauchboote fuhren immer noch von der Bucht weg und kehrten zum nahe gelegenen Hafen zurück; beim Beobachten konnten wir einige Delfine an Bord sehen, einige mit leblosen Körpern, die an die Seiten der Boote festgebunden waren. Man konnte Leute an Bord dabei beobachten, wie sie Metallstangen an den Seiten ihrer Boote befestigten. Metallstangen, die kurz zuvor eine Wand aus Lärm geschaffen hatten, mit deren Hilfe die Schule in einem Zustand der Angst versetzt und in die Bucht getrieben wurde.

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Am Hafen konnten wir sehen, dass die bereits verlegten Delfine nicht sofort an Land gebracht wurden, sondern im Hafenbecken Reihe für Reihe angeleint waren, wo sie darauf warten, aus dem Wasser gehoben zu werden. Als wir zusahen und Fotos von dem Grauen vor uns machten, wuchs der Klang von Metall auf Metall in Lautstärke und Intensität. Als wir in Richtung Fjord blickten, konnten wir sehen, dass eine weitere Schule entdeckt worden war und in Richtung der Bucht getrieben wurde. Die kleine Schule kämpfte, um den Booten auszuweichen. Der Kampf dauerte nur wenige Minuten (obwohl die Bucht weit im Landesinneren liegt, sodass der Kampf sicher schon eine ganze Weile im Gange war), ehe die Boote sich abwendeten und die Schule entkam, als das Tageslicht zu verblassen begann.

Im Hafen begann sich eine Gruppe in der Nähe der angebundenen Delfine zu bilden, so wie es Tradition ist, dass sich die Anwesenden beim Grindvorsteher registrieren lassen, um ihre Skinns zu sichern (der Begriff bezieht sich auf die Menge Fleisch, die die Familie bekommen wird).

Wir beobachteten, wie ein Kadaver nach dem anderen aus dem Wasser gezogen wurde, anfänglich wurden die Delfine nur herausgezogen und liegen gelassen, während die Beteiligten weitere Kadaver herauszogen. Es wurde klar, dass es sich für die Anwesenden um eine unterhaltsame Veranstaltung handelte. Als wir den Gruppen zuhörten und mit ihnen sprachen, waren wir entsetzt, als wir hörten, dass die Leute das grausame Abschlachten als Spaß bezeichneten.

Ungewöhnlich war, dass es zuweilen etwas Verwirrung und Planlosigkeit bei der Verarbeitung der Delfine zu geben schien, obwohl die aktiven Beteiligten erfahren und offiziell für das Grind zertifiziert sind. Die Kadaver wurden an Orte geschleppt, wo sie aufgereiht, und dann wieder bewegt wurden, als klar wurde, dass noch mehr Delfine im Wasser waren. Es schien, als ob sie nicht wirklich wussten, wie viele sie gerade abgeschlachtet hatten (was wohl der Fall war, da die endgültigen Zahlen erst viele Tage danach bekannt gegeben wurden).

Von den zahlreichen grausamen Aktionen, die am Funningsfjord beobachtet wurden, ist das Bild, wie Rückenflossen entfernt und den Kindern zum Laufen und Spielen auf dem Dock zwischen den Kadavern von über 100 Delfinen ausgehändigt wurden, eines, das man nicht mehr los wird; ebenso wie wir Zeuge wurden, wie ein Wal-Baby, das nicht mehr als 30-60 cm groß war, schnell vom Dock weggeschafft und in einer Kiste vor den Augen der Zuschauer und der offiziellen Zählung versteckt wurde. Mütter, Babys und Jungtiere; niemand bleibt von der Abschlachtung verschont, aber einige sind eindeutig von der offiziellen Zählung verschont geblieben.

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Als die Dunkelheit hereinbrach, war die Verwirrung über die endgültigen Zahlen so groß, dass Taucher, ungewöhnlich für die Zeit und die Lichtverhältnisse, ins Wasser geschickt wurden, um zu suchen. Als wir den Hafen verließen, waren es 107 Delfine, aber die endgültige Zahl lautete 133. Seltsam, dass offiziell geschulte/zertifizierte Teilnehmer 26 Kadaver verloren, die die Taucher ohne Zweifel lokalisieren mussten.

Die Einheimischen hielten wachsam Ausschau nach Anwesenden von Sea Shepherd, da die Leute ungewohnte Gesichter fragten, ob sie von Sea Shepherd seien. So groß ist die Auswirkung von Sea Shepherds Arbeit, dass selbst wenn keine aktive Kampagne angekündigt wird, keine Boote am Horizont zu sehen sind, die Färinger sich noch immer bewusst sind, wie groß der Einfluss von Sea Shepherd ist.

Am Morgen des 6. August fuhren wir aufgrund von Berichten, dass die am Vorabend getöteten Grindwale geschlachtet und an die Teilnehmer des Grinds verteilt würden, nach Klaksvik.

Als wir um 7 Uhr morgens am Hafen ankamen, war die Schule auf den Docks zu sehen, wo sich bereits eine Gruppe von Leuten versammelte. Als wir näherkamen, konnten wir sehen, dass der Grindvorsteher mit den Anwesenden über ein Mikrofon sprach. Wie es nach einem Grind üblich ist, ist er für die Verteilung der Skinns zuständig.

Während das weiterging, näherten wir uns den Kadavern, die in der Nacht zuvor brutal getötet wurden. Der Dampf, der aus ihren Körpern aufstieg, war immer noch warm, obwohl sie einige Stunden zuvor getötet wurden. In die Köpfe der Grindwale wurden bereits Nummern geschnitzt, um die Anzahl der Skinns zu identifizieren, die von jedem Körper geschlachtet werden können.

Als der Grindvorsteher Namen nannte, traten Leute vor, um die Papiere abzuholen, die den ihnen zugewiesenen Grindwal bestätigten. Es zeigte sich, dass es weniger um Tradition ging, als um den gemeinschaftlichen Blutsport, und so wurde eine Reihe von zertifizierten Teilnehmern gesehen, die Alkohol tranken, während sie große scharfe Messer hielten, um mit dem Zerlegen zu beginnen.

Die Teilnehmer des Grinds von Hvannasund sind deutlich erfahrener, nachdem sie bereits 2017 eine Reihe von Grinds absolviert haben; das Tempo, mit dem der Zerlegungsprozess voranschritt, war erschreckend effizient. Zuerst wurde der Grindwal enthäutet und die äußere Hautschicht und das Unterhautfett als Unterlage genutzt, auf dem das Fleisch, das kurzerhand von den Kadavern geschnitten wurde, abgelegt wurde. Es ist schon seltsam, mit was für einer Sorgfalt darauf geachtet wird, dass das Fleisch nicht von Schmutz verunreinigt wird, dennoch ist das Ausmaß der Quecksilberverunreinigung des Fleisches kein Grund zur Besorgnis.

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Und wieder lachten, tranken und rauchten die Teilnehmer, während sie die Kadaver "verarbeiteten", kein Zeichen von Anerkennung, dass der Körper vor ihnen einmal ein fühlendes und intelligentes Wesen war, das am Vorabend terrorisiert und abgeschlachtet worden war.“

Mit 1.203 getöteten Grindwalen und 488 getöteten Delfinen bei 24 einzelnen Jagden auf den dänischen Färöern, erwies sich 2017 als eines der bisher schlimmsten Grindadráp-Jahre seit Mitte der 1990er.

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