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eilmeldung1Dienstag, 12. September 2017: -  *Eilmeldung* Die Europäische Kommission ignoriert das Europäische Parlament und mehr als 250.000 Bürger, sodass Grindwale weiterhin abgeschlachtet werden können

Die Europäische Kommission hat den Antrag von Sea Shepherd auf ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Dänemark zurückgewiesen, ohne anscheinend die rechtlichen Argumente von Sea Shepherd zu berücksichtigen, sodass das Abschlachten ungehindert fortgesetzt werden kann. Aber wir geben nicht kampflos auf.

Am 8. Mai 2017 reichte Sea Shepherd Niederlande mit der formellen Unterstützung von 27 Mitgliedern des Europäischen Parlaments und über 250.000 Bürgern offiziell eine Klage bei der Europäischen Kommission ein, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Dänemark für die Unterstützung der Abschlachtung von Grind- und anderen Walen auf den Färöern einzuleiten.

Sea Shepherd machte diesen wichtigen Schritt in der Hoffnung, die direkte Unterstützung Dänemarks bei dem brutalen Grindadráp, auch Grind genannt, zu beenden, bei dem Hunderte von Grindwale mit Schnellbooten auf die Strände der Färöer getrieben und dann im Namen der "Tradition" gnadenlos abgeschlachtet werden.

Sea Shepherd legte bei der Verletzungsklage Beweise vor, dass dänische Beamte der Polizei, der Marine und des Zolls das Grind unterstützen und sogar aktiv daran teilnehmen, was den Tod von Walen im Widerspruch zur EU-Habitat-Richtlinie zur Erhaltung der Natürlichen Lebensräume und der wilden Flora und Fauna (FFH). zur Folge hat.

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Wir erhielten nun, am 6. September 2017, die Antwort der Europäischen Kommission: Es wird kein Vertragsverletzungsverfahren gegen Dänemark eingeleitet – das Abschlachten kann ungehindert fortgesetzt werden. Die Kommission hat anscheinend diesen außerordentlichen Schritt unternommen, ohne die rechtlichen Argumente von Sea Shepherd oder die umfassenden Beweismittel zu berücksichtigen.

Sea Shepherd erhielt Antwort in Form eines einseitigen Briefes, der die langjährige Position der Kommission nachplapperte, dass sich "die Färöer außerhalb der Europäischen Union" befinden, und daher "nicht der internationalen Verträge, die den Walfang verbieten, unterliegen". Allerdings waren dies nicht die Argumente von Sea Shepherd. Vielmehr brachte Sea Shepherd unumstößliche wissenschaftliche Beweise vor, die belegten, dass dieselben Grindwale, die durch Gewässer der Europäischen Union ziehen, Opfer des von Dänemark unterstützten Grindadráps sind. Dennoch ignorierte die Kommission (ohne Erklärung) diese Beweise und stellte fest, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Abschlachtung und der Europäischen Union gibt und damit die Anwendung der Habitat-Richtlinie ungültig macht.

Für Sea Shepherd ist dieser Kampf noch nicht vorbei. Wir werden einen weiteren Versuch starten, die Kommission zu überzeugen, zur Vernunft zu kommen. Wenn die Kommission unsere gut gestützte Position wieder nicht richtig berücksichtigt, wird der nächste Schritt sein, eine Beschwerde über Missstände in der Verwaltungstätigkeit der Kommission beim Europäischen Bürgerbeauftragten einzureichen.


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