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Teile des Geisternetzes in Le Coulombray, die am 5. August von Sea Shepherd geborgen wurden.07. August 2017: Im September 2016 meldeten örtliche Taucher ein Geisternetz mit einer Größe von ungefähr 2.000 m², das von Wilderern in Le Coulombray, einem beliebten Tauchgebiet vor der Mittelmeerküste von Palavas-les-Flots (in der Nähe von Marseille, Frankreich), zurückgelassen wurde. Ein Jahr später hatten die Behörden nur halbherzige Versprechen gemacht, das Netz, welches alles erstickte, was sich darunter befand, zu entfernen. Also begannen Taucher von Sea Shepherd diesen Monat damit, das Netz im Rahmen von OPERATION MARE NOSTRUM hochzuholen. OPERATION MARE NOSTRUM ist eine laufende Kampagne zur Bergung von Geisternetzen aus dem Mittelmeer. Statt den Freiwilligen zu danken, gaben die französischen Behörden eine Pressemitteilung heraus, in der sie ihren Unmut ausdrückten und Sea Shepherd sogar mit einer eventuellen Klage drohten. Das ist die Antwort von Lamya Essemlali, Präsidentin von Sea Shepherd Frankreich:

In einer öffentlichen Erklärung vom 4. August 2017 gab die zuständige regionale Naturschutzbehörde Direction Départementale des Territoires et de la Mer (DDTM) bekannt, dass man es „sehr bedauert“, dass Sea Shepherd mit der Entfernung des tödlichen Geisternetzes begonnen hat, obwohl die DDTM die Entfernung des Netzes für Ende September angekündigt hatte.

Sea Shepherd “bedauert” hingegen, dass die Behörde fast ein Jahr nach der ersten Meldung über die Existenz des Netzes wartete, bis man die theoretische Entfernung überhaupt in Betracht zog, wie dem Wortlaut “könnte bis September entfernt werden” zu entnehmen ist.

Das 2.000 m² große Geisternetz hatte Zeit, alles, was sich darunter befand, zu töten und im Gegensatz zu dem, was die Behörde DDTM sagt, verfangen sich auch heute noch Meereslebewesen darin (wir haben Fotos, die das belegen). Die DDTM bezeichnet es als “verlorenes” Netz, aber das ist nicht der Fall, da sein Besitzer sehr genau weiß, wo es sich befindet. Es handelt sich schließlich um ein Netz, das von Wilderern zurückgelassen wurde.

Da das Prinzip „derjenige, der Umweltverschmutzungen verursacht, zahlt“ für den Staat offensichtlich nicht von Interesse ist, kam man in der Pressemitteilung auf die originelle Idee, dass stattdessen “derjenige, der aufräumt, zahlt“. In ihrem plötzlich erwachten Interesse das Gebiet zu erhalten, hatte die Behörde angekündigt,
Taucher zu entsenden, um das Gebiet nach unserem Durchgang zu untersuchen und ggf. Anzeige gegen Sea Shepherd zu erstatten, falls irgendwelche Schäden im Tauchgebiet durch die Bergung des Netzes entstanden sind.

Gerne möchten wir die zuständigen Behörden daran erinnern, dass es sich bei Sea Shepherd um eine nicht-staatliche Organisation (NGO) handelt, deren Mission es ist, “die Meeresfauna- und flora zu erhalten”. Mit anderen Worten, Leben zu retten und marine Ökosysteme zu bewahren ist unsere oberste Priorität, anders als bei den staatlichen Behörden. Seit drei Jahren haben wir nun zig Geisternetze geborgen, getrieben von dem Wunsch, so viele Leben wie möglich zu retten und den marinen Lebensraum zu erhalten. Unsere Richtlinien zur Netzbergung wurden mit diesem Ziel im Blick geschaffen, während zeitgleich die Sicherheit unserer Taucher gewährleistet ist. Wir filmen alle unsere Netzbergungsaktionen und haben Videos, die das beweisen.

Unserer Taucher sind qualifiziert, werden nach strengen Regeln ausgesucht und es handelt sich, was kein unbedeutender Aspekt ist, um Freiwillige. Unsere Dienste sind kostenlos und werden dem Staat nicht in Rechnung gestellt. Im Gegensatz zu Unternehmen, die von der Regierung für solche Aufgaben beauftragt werden.

Wir sind besonders vorsichtig bei der Bergung dieser tödlichen Netze, die auf eigene Kosten und unter optimalen Sicherheitsbedingungen herausgeholt werden. Daher haben wir etwas anderes als eine feindliche Reaktion von denen erwartet, dessen eigentliche Verantwortung es ist, das Gebiet von dieser Todesmaschine zu befreien.

Wir bleiben skeptisch, wenn die DDTM erklärt, dass man im Fall von Schäden durch unseren Einsatz weitere Instandsetzungsmaßnahmen in dem Gebiet vornehmen wird. Wollen sie Meeresschwämme und Moostierchen züchten? Alles, was dieses Gebiet braucht, ist dieses Netz loszuwerden. Und das passiert gerade. Unser Team hat bereits 200 m² Netz (also 10% der Gesamtgröße) entfernt und wir waren erfreut zu sehen, dass schon jetzt kleinere Meerestiere in dem Bereich zurückgekehrt sind, den wir in unserem ersten Tauchgang befreit haben.

Wir würden uns freuen, wenn das plötzliche Interesse der DDTM zur Erhaltung des Gebietes aufrichtig wäre und es sich nicht nur um eine Kurzschlussreaktion der zuständigen Behörden handelt, die es nicht geschafft haben, zeitnah zu reagieren.

Falls die DDTM die Absicht hat, bezahlte Taucher einzusetzen, um unsere fertige Arbeit zu überprüfen, stellt sich letztendlich die Frage, warum man diese Taucher nicht jetzt schickt, um unseren Teams zu helfen, die mehrere Tage an diesem Netze arbeiten werden. Im Gegensatz zum Staat, nehmen wir gerne Hilfe an, ohne falschen Stolz und im Interesse unserer Ozeane. Je eher wir Coulombray von dem Geisternetz befreit haben, umso eher können wir uns um andere Netze kümmern, die geborgen werden müssen.

Wir möchten Christian Jeanjean, Bürgermeister von Palavas-les-Flots, für den freundlichen Empfang und die Unterstützung danken, sowie dem Port de la Grande Motte. Danke auch an unsere Freiwilligen und Spender, die es uns ermöglichen, bei Notfällen effizient und schnell reagieren zu können.


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