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Die GEMINI neben einem Fischereifahrzeug, das gerade untersucht wird. Foto: Sea Shepherd Global/Alejandra GimenoCaptain Peter Hammarstedt, Montag, 01. Mai 2017: Nach fast zwölf Wochen Patrouille ist es in den Grenzgebieten von Liberia und den benachbarten Ländern ungewöhnlich still. In der Ferne wird das Wasser flüchtig vom Licht der aufleuchtenden Blitze erhellt, die wie die Geister der Schleppnetzschiffe der Industriefischerei wirken, die nachts Liberias Gewässer unsicher machten.

Nach fünf Verhaftungen seit Beginn von OPERATION SOLA STELLA hat es sich endlich herumgesprochen – diese Gewässer stehen unter Schutz.

Wir könnten sagen, dass wir die liberische Küstenwache dabei unterstützt haben, die illegale Fischerei in Liberia zu stoppen. Auch wenn das für heute Nacht zutreffen mag, so wissen wir doch, dass die Wilderer nur deshalb nicht mehr auftauchen, weil wir hier sind – und die BOB BARKER kann nicht für immer in Liberia bleiben.

Umweltschützer David Brower hat gesagt, dass unsere Siege im Kampf, die Natur zu schützen, nur vorübergehend sind, unsere Niederlagen jedoch seien permanent. Das macht unsere Siege sogar noch bedeutungsvoller – und wir haben in Liberia gesiegt.

Nur einen Tag bevor die BOB BARKER in Liberia einlief, haben sich die Fischer von Harper, der Grenzstadt zu Westafrika an der Elfenbeinküste, über das beinahe tägliche Eindringen von fremden industriellen Schleppnetzschiffen beschwert und Liberias Küstenwache dringend um Hilfe gebeten.

Tage später konnte die liberianische Küstenwache aufgrund des blitzschnellen Eingreifens der BOB BARKER bereits erste Verhaftungen in Gewässern vornehmen, die seit Jahrzehnten nicht mehr überwacht wurden.

Drei der fünf Verhaftungen wurden an der Grenze zur Elfenbeinküste vorgenommen, wo der Grenzfluss Cavalla Nährstoffe in die Laichgründe der Fische trägt.

Der Cavalla wurde nun von den Wilderern verlassen. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten können sich die Fischpopulationen nun erholen.

Natürlich werden die Wilderer zurückkehren, aber sie wurden verletzt und sie werden Zeit brauchen, ihre Wunden zu lecken. Inzwischen kehren die Fische bereits wieder zurück.

Wir schreiben Geschichte. Für eine kurze Zeit hat ein einziges Schiff mit einer Besatzung leidenschaftlicher Freiwilliger von überall auf der Welt, engagierte israelische maritime Berater und Naturschützer, sowie engagierte Angehörige der liberianischen Küstenwache die illegale Fischerei in Liberia gestoppt. Und ob dieser Sieg nun für einen Tag oder mehrere Monate andauert, so haben sie doch das scheinbar Unmögliche vollbracht.

Im Kampf die Ozeane zu retten, hat Sea Shepherd sich dafür entschieden, Gebiete mit großer Artenvielfalt und intensiver Fischwilderei wie Gabun und Liberia zu verteidigen und zu beschützen. Verhaftungen sind der erste Schritt, aber Abschreckung ist das ultimative Ziel jeder Rechtsdurchsetzung. Die Überwachung in Liberia im letzten Monat hat bestätigt, dass wir kriminelle Aktivitäten fernhalten. Es bestätigt auch, dass wir zurückkommen müssen. Aber für den Moment sind die Gewässer um Liberia die Gewinner.

Blitze schlagen vor der BOB BARKER ein.
Das Team der HUNTER kehrt von einer Enterung zurück. Foto: Sea Shepherd Global/Michael Rauch

Trainingseinheiten mit der Liberianischen Küstenwache Foto: Sea Shepherd Global/Alejandra Gimeno





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