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Die MARTIN SHEEN in Clarion. Foto: Captain Fanch / Sea ShepherdLetzten Monat hat sich Sea Shepherd mit einer Gruppe von Wissenschaftlern zusammengetan, um Forschungen zu zwei unterschiedlichen Projekten vor der Küste Mexikos durchzuführen: zu Buckelwalen und Plastikmüll im Meer. Vom 8.-19. März 2017 nahm Sea Shepherds MARTIN SHEEN vier Forscher unter der Leitung von Dr. Jorge Urban von der Universidade Autonoma de Baja California Sur (UABCS) auf und segelte für die wissenschaftlichen Studien zu der abgelegenen Inselgruppe Revillagigedo.

Das aus vier Inseln bestehende Archipel im Pazifik ist UNESCO Weltnaturerbe und liegt etwa 385 km südwestlich von Cabo San Lucas, auf der Baja California Halbinsel in Mexiko. Dazu gehören drei innere Inseln, San Benedicto, Socorro und Roca Partida und die äußere Insel Clarion.


Die Gewässer dieser Inselgruppe sind eines der wichtigsten Fortpflanzungsgebiete für die Buckelwale in Mexiko, die von verschiedenen Nahrungsgebieten in Alaska und der Beringsee aus dorthin wandern.

„Die hiesige Buckelwalpopulation zeigt eine hohe Gebietstreue gegenüber dem Archipel“, erklärt Pamela Martinez von UABCS, die an Bord der MARTIN SHEEN war. Dieses Forschungsprojekt ist wichtig für uns, um den aktuellen Schutzstatus dieser Wale bestimmen zu können und Informationen zum Wanderverhalten sowie den Wanderrouten zwischen ihren Nahrungs- und Fortpflanzungsgebieten zu sammeln.

Die Wissenschaftler, die zu Gast an Bord waren, machten Fotos der Buckelwale, um die einzelnen Tiere vor Socorro und Clarion zu identifizieren. Zudem nahmen sie Proben von Haut und Fettgewebe, was bei der Geschlechtsbestimmung hilft und Aufschluss über die Ernährung der Wale gibt. Es wurden zudem Tonaufnahmen der Buckelwale aufgezeichnet.


Die Wissenschaftler hoffen mit den gesammelten Daten bestätigen zu können, dass diese Wale nicht immer nach dem gleichen Muster wandern. Martinez glaubt, dass Buckelwale zwar meist ihren Fortpflanzungsgebieten treu bleiben, jedoch nicht immer ihren Nahrungsgebieten.

Mikroplastik in den Ozeanen


Als sie in Revillagigedo waren, nahmen die Forscher auch Wasserproben, um zu bestimmen, ob sich Mikroplastik darin befindet. Plastik ist der am häufigsten in den Ozeanen gefundene Müll. Teile, die kleiner sind als 5 mm bezeichnet man als Mikroplastik.

Das im letzten Jahr begonnene Projekt wurde mit Sea Shepherd und UABCS im gleichen Gebiet fortgeführt. Damals fanden die Wissenschaftler heraus, dass Clarion, die am weitesten vom Festland entfernte Insel des Archipels, von allen vier Inseln die höchste Konzentration an Mikroplastik aufwies. Die Expedition mit Sea Shepherd letzten Monat war eine Fortsetzung dazu. Es wurden mehr Proben gesammelt, um zu untersuchen, ob dies noch zutreffend ist.

Buckelwal unter Wasser. Foto: Marilia Olio / Sea Shepherd

Schwanzflosse eines Wals. Foto: Captain Fanch / Sea Shepherd
Crew und Forscher der UABCS. Foto: Carolina A Castro / Sea Shepherd


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