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Die OCEAN WARRIOR legt in Henderson, Westaustralien an. Foto: Sea Shepherd Global/Simon AgerKommentar von Captain Alex Cornelissen, 10.03.2017: Die Ankunft der OCEAN WARRIOR in Henderson, Westaustralien, läutet das Ende der diesjährigen Anti-Walfang Kampagne gegen die japanischen Walwilderer im Südpolarmeer ein. Unsere Schiffe waren 93 Tage (OCEAN WARRIOR) und 90 Tage (STEVE IRWIN) auf See. Während dieser Zeit haben sie nach dem schwimmenden Schlachthaus, der NISSHIN MARU, gesucht. Bedauerlicherweise ist es uns nicht gelungen, das Heck der NISSHIN MARU zu blockieren.

Wir werden erst wissen, wie erfolgreich wir waren, wenn die japanischen Walfänger in den Hafen zurückkehren und die Zahl der Wale, die sie getötet haben, bekannt geben. Wir wissen jedoch, dass wir sie während unserer Zeit in den unberührten Gewässern der Antarktis auf der Flucht gehalten haben, was den Walfängern mehrere Millionen Dollar Kosten verursacht hat.

Wenn man die Dauer des Aufenthalts der Walfänger im Südpolarmeer betrachtet, zeigt dies eindeutig, dass unsere Gegenwart die Effektivität ihrer Wilderei stark eingeschränkt hat. Ihre stark reduzierte Quote von 333 Zwergwalen (dank Sea Shepherds Kampagnen der vergangenen Jahre) hätte einfach in wenigen Wochen des ungestörten Walfangs erreicht werden können. Aber dieses Mal brauchten die Walfänger mehr als drei Monate und noch immer ist es zweifelhaft, ob sie ihr Ziel erreicht haben.

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Wir wussten aus verschiedenen Gründen, dass dies eine schwierige Kampagne werden würde:

- Im Vergleich zum alten Walfangprogramm JARPA II, welches 2014 vom Internationalen Gerichtshof als „nicht wissenschaftlich" eingestuft wurde, sieht das neue Walfangprogramm der Flotte (NEWREP-A) ein Jagdgebiet von doppelter Größe vor. Dies macht es für uns schwieriger, sie aufzuspüren.

- Die verringerte Quote von 333 Walen macht es für uns schwieriger, so erfolgreich wie zuvor zu sein, wenn wir unseren Erfolg an der Zahl der geretteten Leben messen. Als ihre selbst gesetzte Quote 1035 Wale betrug, konnten wir sie in jeder Saison davon abhalten, mehr als ein Drittel davon zu töten, aber nicht weniger, trotz all unserer Bemühungen.

- Die verlängerte Dauer der Tötungssaison ermöglicht es den Walfängern, so lange im Südpolarmeer zu bleiben, wie es die Wetterbedingungen zulassen. Es macht es ebenfalls schwerer für Sea Shepherd während der gesamten Walfangsaison einzugreifen, da unsere Treibstoffkapazitäten begrenzt sind.

- Das Tankschiff der Walfangflotte ermöglicht es ihnen, während der gesamten Saison bei voller Geschwindigkeit zu fahren.

- Eine weitere Änderung im sogenannten „Forschungsprogramm“ ist die Transferquote: Jeder Wal, den wir dieses Jahr retten, kann zu den Quoten der folgenden Jahre addiert werden.

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Im Falle von Sea Shepherd:

- Wir müssen größere Distanzen als zuvor abdecken, was einen höheren Treibstoffverbrauch bedeutet.

- Immer, wenn wir uns einem Harpunenschiff näherten oder Überreste von Walen im Wasser fanden (was bedeutete, dass dort kürzlich Tötungen stattgefunden haben) ist das Harpunenschiff einfach bei voller Geschwindigkeit in die entgegengesetzte Richtung gefahren, wie man auf unseren Helikopteraufnahmen sehen kann.

- Die STEVE IRWIN wurde von der YUSHIN MARU 3 verfolgt, was bedeutet, dass dieses Harpunenschiff 36 Tage keine Wale töten konnte.

- Die OCEAN WARRIOR wurde bei verschiedenen Gelegenheiten von weiteren Harpunenschiffen gesichtet, ein eindeutiges Zeichen, dass diese Schiffe aktiv versuchten, unser neues Schiff aufzuspüren und unsere Position an die NISSHIN MARU weiterzuleiten. Dies bedeutet aber auch, dass diese nicht aktiv jagen konnten. Die überlegene Geschwindigkeit der OCEAN WARRIOR machte es jedoch einfach, die Verfolger abzuhängen, was die Walfangflotte eindeutig nervös machte.

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Weitere Faktoren:

- Das Wetter in diesem Jahr war wirklich schlecht, was die Tage, an denen Wale gefangen werden konnten, dezimierte.

- Die Walfänger haben gezeigt, dass sie keine Konfrontationen mit Sea Shepherd möchten. Dies ist eine andere Strategie als in den Jahren zuvor, in denen unsere Schiffe gerammt, fast außer Betrieb gesetzt und in einem Fall sogar durch die japanischen Walfänger versenkt wurden.

Die Gründe für diese Strategieänderung sind offensichtlich: Die japanischen Walfänger wollen zeigen, dass unser Eingreifen nutzlos ist und sie ihre Quote trotz unserer Anwesenheit erreichen. Sie hoffen, dass dies unsere Moral mindert, bis wir einfach aufgeben.

Die Frage ist: Waren sie erfolgreich damit unseren Widerstand zu brechen?

Obwohl ich nicht weiß, ob sie ihre Quote erreicht haben, kann ich bestätigen, dass sie dies nicht getan haben. Trotz der Tatsache, dass wir keines unserer Schiffe vor der Gleitbahn des Fabrikschiffs platzieren konnten (unser ultimatives Ziel), haben wir ihr Walfangprogramm dennoch stark gestört.

Jeder der 333 zum Tode verurteilten Wale, der in diesem Jahr von uns gerettet werden konnte, war unsere Rückkehr ins Südpolarmeer wert. Auch wenn die Quote voll erfüllt werden sollte, war Sea Shepherd mal wieder die EINZIGE Organisation, die sich gegen die von der Regierung finanzierten Wildereiaktivitäten gestellt hat.

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Wir konnten Bilder eines toten Wals an Deck des Fabrikschiffs einfangen, während die internationale Gemeinschaft nichts getan und die australische Regierung Japans Premierminister bei einem Staatsbesuch mit offenen Armen empfangen hat.

Warum? Wegen politischer und wirtschaftlicher Vereinbarungen mit Japan. Finanzieller Wachstum wird über den Erhalt einer sozialen und intelligenten Spezies gestellt. Engstirniger Stolz geht über ökologische Vernunft. Eine Nation gegen die weltweite Meinung.

Dieses Jahr hat uns gezeigt, dass wir mehr unternehmen müssen, wenn wir die Wilderer in der nächsten Saison aufhalten wollen. Wir sind eine nicht-staatliche Organisation, die an der Basis arbeitet und gegen eine von der japanischen Regierung finanzierte Walfangflotte in den Krieg zieht. Wir verlassen uns auf Spenden und Freiwillige, während sie Millionen dafür ausgeben, um die Abschlachtungen für den nicht existenten Bedarf an Walfleisch aufrecht zu erhalten und eine Industrie am Leben zu halten, die seit über 10 Jahren keinen Gewinn mehr verbucht.

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Wir brauchen eure Unterstützung mehr als zuvor, wenn wir gewinnen wollen. Wenn wir das Geld hätten, würden wir zehn Schiffe ins Südpolarmeer schicken, die von unserem eigenen Tankschiff versorgt werden würden.

Ich empfinde nichts als Stolz für die Kapitäne und Crews der OCEAN WARRIOR und STEVE IRWIN. Sie waren die einzigen vor Ort, die versuchten, die japanischen Walfänger aufzuhalten. Dadurch, dass ich selbst schon fünf Mal in diesen Gewässern unterwegs war, weiß ich, was für ein großes Opfer sie während der Stürme und Erschwernisse, im Kampf gegen Seekrankheit und weit weg von ihren Geliebten zu sein, während die ganze Welt die Feiertage genießt, gebracht haben. Daher habe ich größten Respekt für jedes einzelne Crewmitglied.

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