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Captain Peter Hammarstedt, 3. März 2017:  Die Geschichte der ersten drei Fischereifahrzeuge, die in Liberia festgesetzt wurden.
Seeleute der liberianischen Küstenwache sichern die HISPASEN 7 für die Untersuchung. Foto: Sea Shepherd Global / Karen AignerNach stundenlanger Durchsuchung des Schleppnetzschiffs stellte der Leutnant der liberianischen Küstenwache dem senegalesischenFischereikapitän eine Frage, auf die er die Antwort bereits kannte:

- Haben Sie in liberianischen Gewässern umgeladen?
- Nein. Nie, nie. Nie in Liberia.
- Woher haben Sie die 40 Tonnen Garnelen?
- Elfenbeinküste. Elfenbeinküste.

Mit der auf Band aufgenommenen Bestätigung eines Umschlags (Transshipment) in den Gewässern der Elfenbeinküste, ein Verfahren, das streng verboten ist, beauftragte der Leutnant den portugiesischen Kapitän, für weitere Untersuchungen Kurs auf Monrovia zu nehmen.

Und so endeten das Entern und die Untersuchung des Fischereifahrzeuges HISPASEN 7, das erste Schiff, das während einer dreiwöchigen verdeckten Operation festgesetzt wurde. Diese Operation war eine Zusammenarbeit zwischen Sea Shepherd Global und dem Verteidigungsministerium von Liberia. Sie fand unter der Leitung von Minister Brownie Samukai statt.

Als die HISPANSEN 7 von der Elfenbeinküste in die Gewässer von Liberia fuhr, war sie bereits seit einem Monat von der „Bildfläche verschwunden“. Später wurde behauptet, dass ein „Blitzschlag“ ihr Automatisches Identifikationssystem (AIS) und Vessel Monitoring System (VMS) außer Gefecht gesetzt hat. Der Blitzschlag ereignete sich, als sich das Schiff vom Hafen von Abidjan zum Fischfang aufmachte. Die HISPASEN 7 war wahrlich ein Unglücksschiff.

Die HISPASEN 7 wurde unbemerkt über das Radar der BOB BARKER von der liberianischen Küstenwache und Sea Shepherd ins Visier genommen, sobald sie in liberianische Gewässer einfuhr. In gemeinsamer Operation begann man sie aus der Entfernung zu beschatten. Sobald das Schiff in die Hoheitsgewässer von Liberia eintrat, wurde die Entscheidung getroffen, an Bord zu gehen.

Seeleute der liberianischen Küstenwache bereiten sich auf das Entern der HISPASEN 7 vor. Foto: Sea Shepherd Global / Karen Aigner
Die HISPASEN 7 antwortete nicht auf wiederholte Versuche, sie über Funk zu erreichen. Aber als der Kapitän die zehn bewaffneten Seeleute und die liberianische Küstenwache neben ihnen in einem Schlauchboot von Sea Shepherd bemerkte, senkte er sofort die Lotsenleiter ab. Wir eilten zur Brücke, wo der Kapitän dabei beobachtet wurde, wie er mit dem elektronischen Logbuch beschäftigt war und wahrscheinlich wichtige Daten löschte. Nachdem wir uns im Steuerhaus versammelt hatten, wurde der Kapitän aufgefordert vom GPS-Logger zurückzutreten und ihm wurde mitgeteilt, dass er wegen illegaler Fischereiaktivitäten verdächtigt wird.

Daraufhin begann der Kapitän über den Blitzeinschlag und die mageren Einnahmen mit der Fischerei im letzten Monat zu jammern.

Die Schiffsdokumente, die vorgelegt wurden, waren spärlich. Keine davon waren Originale. Das Fischereilogbuch war ein einfacher College-Block, aus dem Seiten ausgerissen wurden. Eine Fischereilizenz für die Elfenbeinküste wurde vorgelegt.

Unter den Unterlagen befanden sich zwei zusammengeheftete Blätter aus einfachem, weißem Druckerpapier. Oben auf der Seite standen die Worte „Soraya I“, vermutlich der Name eines Schiffs und eine handgeschriebene Liste von Fischarten, darunter 1.679 Container Garnelen. Es gab keinen Briefkopf, keine Unterschrift und keinen Stempel, aber dies wurde als Beweis für den Umschlag ohne Ladungsverzeichnis vorgelegt.

Der Fischumschlag auf See ist vor der Elfenbeinküste verboten, weil es für die Kontrolleure schwierig ist, die Herkunft des Fisches zu bestimmen. Eine Tatsache, die von denen, die versuchen ihren illegalen Fang "weiß zu waschen", ausgenutzt wird.

Ein eisiger Nebel erhob sich aus der Dunkelheit des Fischraumes, als ghanaische Fischer in zerschlissenen Shorts und Gummistiefeln die schwere Luke beiseiteschoben. Das Licht meiner Taschenlampe wurde von Kisten von Garnelen in einem Laderaum reflektiert, der noch nicht einmal halb voll war.

Untersuchung des Fischraumes der HISPASEN 7. Foto: Sea Shepherd Global / Karen Aigner
Der Leutnant wandte sich an den Fischereikapitän:

- Wo wollen Sie mit diesem Fang hin?
- Nach Senegal.
- Aber warum sollten Sie nach Senegal fahren, wenn Ihre Laderäume noch nicht voll sind?
- Es war ein schlechter Fang.

Die Fischer, die aus seiner Reihe von verschiedenen Ländern kamen, saßen und warteten auf dem Hauptdeck der HISPASEN 7, als die Durchsuchung weiterging. Drei von ihnen waren ohne Papiere. Der Kapitän konnte keine Nachweise für ihre Verträge vorlegen. Ich kann mich nicht erinnern, ob es einer der Fischer ohne Papiere war, der den Fischraum öffnete.

Zurück auf der Brücke zählte der Leutnant 26 Verstöße, einschließlich der aufgenommenen Bestätigung des Umschlags, und setzte das Schiff fest. Als wir von Bord gingen, ließ er fünf Seeleute der liberianischen Küstenwache an Bord, um das Schiff nach Monrovia zu bringen.

Während die HISPASEN 7 sich auf den Weg nach Monrovia machte, war der Kapitän des Fischereifahrzeugs überzeugt, dass die Küstenwache vom Ufer gekommen war. Die BOB BARKER blieb weiterhin unbemerkt, knapp hinter dem Horizont und überwachte aus der Ferne.

Als wir zurück auf das Deck der BOB BARKER kletterten, arbeitete die Deckmannschaft daran, die Schlauchboote in der Dunkelheit, sie hatten lediglich ihre Stirnlampen, zu bergen.

Es war der zweite Tag unserer Patrouille und die erste Festsetzung, die getätigt wurde. OPERATION SOLA STELLA hatte begonnen.





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