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gives illegal netAm 15. Januar 2016 hat die Besatzung des Sea Shepherd-Schiffes FARLEY MOWAT ein illegales Stellnetz aus dem Schutzgebiet des Golftümmlers im Golf von Kalifornien entfernt. Dies ist das erste Stellnetz, das während der Operation Milagro II geborgen wurde, seitdem die mexikanische Regierung Sea Shepherd dazu autorisiert hat, illegale Stellnetze und anderes illegales Fischfanggerät zu entfernen.

Sea Shepherd hat die Operation Milagro II im November 2015 mit dem Ziel gestartet, das Aussterben des gefährdeten Golftümmlers zu stoppen. Die vergangenen 7 Wochen hat das Sea Shepherd-Forschungsschiff MARTIN SHEEN damit verbracht, im Schutzgebiet des Golftümmlers zu patrouillieren, um Wilderer daran zu hindern, ihre Stellnetze auszubringen. Mit diesen Stellnetzen werden wahllos alle Fischarten und Haie gefangen. Auch andere Meerestiere und Vögel bleiben darin hängen und ertrinken. Die FARLEY MOWAT ist gerade im Golf von Kalifornien angekommen, um die MARTIN SHEEN zu unterstützen.

Der Golftümmler ist die kleinste Walart und nur im nördlichsten Teil des Golfs von Kalifornien beheimatet. Sie sind eine der gefährdetsten Meeressäuger. Wissenschaftler schätzen, dass es nur noch weniger als 97 überlebende Golftümmler gibt. Obwohl alle Stellnetze für die Golftümmler gefährlich sind, geht aufgrund der Maschengröße die größte Gefahr von den Stellnetzen aus, mit denen der Totoaba Fisch gefangen wird. Als ähnlich große Tiere schwimmen Golftümmler in diese Netze, verfangen sich und ertrinken. Beide, der Totoaba und Golftümmler, sind in Mexiko als gefährdet gelistet und werden geschützt. Der Handel mit der Schwimmblase der Totoaba auf dem Schwarzmarkt treibt das Wildern des Fisches und das Aussterben der Golftümmler jedoch voran. Im Rahmen der Bemühungen den Golftümmler zu retten, hat die mexikanische Regierung im April 2015 ein zweijähriges Moratorium zum Einsatz von Stellnetzen in dem 13.000 Quadratkilometer großen Gebiet angeordnet, das den gesamten nördlichen Teil des Golfs von Kalifornien umfasst.

hammerhead killedDie FARLEY MOWAT hat die illegalen Stellnetze am ersten Tag ihrer Patrouillenfahrt durch das Schutzgebiet des Golftümmlers entdeckt. Die FARLEY MOWAT, ein ehemaliges Schiff der US-Küstenwache, ist ein schnelles Abfangschiff, für Küstenpatrouillen ausgelegt und in der Lage eine rasche Ortung durchzuführen sowie mit hoher Geschwindigkeit vorzugehen. Dieses Schiff ist auch mit einem schnellen Schlauchboot, einem Kran und einem neu konstruierten Bergungsgerät zur Entfernung von Fischernetzen ausgestattet.

„Mit meiner Erfahrung Wilderer-Schiffe im Südpolarmeer und Mittelmeer zu jagen sowie Patrouillen durch den Golf von Kalifornien Anfang 2015 durchzuführen, bin ich zuversichtlich, dass die MARTIN SHEEN und die FARLEY MOWAT in der Lage wären, in der stellnetzfreien Zone zu patrouillieren, um zu helfen, damit Stellnetze nicht eingesetzt werden“, kommentiert Kampagnenleiterin Captain Oona Layolle, Captain der FARLEY MOWAT.

Nachdem die Besatzung der FARLEY MOWAT das Stellnetz sichtete, hat sie sofort damit angefangen dieses zu bergen. Die mexikanische Marine wurde benachrichtigt. Mehr als 6 Stunden hat die Besatzung der FARLEY MOWAT an der Seite der mexikanischen Marine die Netze entfernt.

„Mit der Hilfe der mexikanischen Marine waren wir in der Lage, rund 2,5 km Stellnetz zu entfernen und haben 12 Dornhaie befreit. Unglücklicherweise befand sich das Stellnetz bereits für mindestens einige Tage im Wasser und dadurch wurden 60 Dornhaie sowie Junghaie dreier Arten, darunter 2 Arten des geschützten Hammerhais, getötet. Seelöwen, die Totoaba aus den Stellnetzen fraßen, wurden ebenfalls gesichtet“, fuhr Captain Layolle fort.

Trotz des zweijährigen Moratoriums zum Einsatz von Stellnetzen, ist dessen Durchsetzung in einem so großen Gebiet schwierig. Mit seinen 2 Schiffen, die durch den Golf von Kalifornien patrouillieren, hofft die Sea Shepherd Convervation Society auf das Wunder, dass der Golftümmler überlebt.


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