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Seit 2010 konnte Sea Shepherd das Grind in den Fokus der internationalen Medien rücken. Foto: Mayke Wendt14. Januar 2016: Kommentar von Captain Paul Watson
Die Sea Shepherd Conservation Society war die erste Organisation, die sich gegen das furchtbare
Schlachten von Grindwalen und Delfinen auf den zu Dänemark gehörenden Färöern gestellt hat.
Das war 1983. 1985 und 1986 kehrten wir mit einer BBC-Filmcrew dorthin zurück, um die
Dokumentation "Black Harvest" zu drehen.
In den Jahren 2000, 2010, 2011, 2014 und 2015 waren wir ebenfalls vor Ort: insgesamt acht Kampagnen,
zahlreiche Auseinandersetzungen und Rettung Tausender Wale vor den blutigen Grindmessern der Inselbewohner.

Sea Shepherd erwartet grundsätzlich keine schnellen Siege. Die Einsätze Sea Shepherds erfordern Geduld, Beharrlichkeit und Ausdauer. Unsere Kampagnen auf den Färöern dauern schon 32 Jahre an und werden sich solange fortsetzen, bis die Färinger das Morden der Grindwale, das sogenannte Grindadráp, aufgeben.

Eine ganze Generation von Färingern ist inzwischen unter der steten Präsenz von Sea Shepherd herangewachsen. Ihnen wurde beigebracht, uns zu hassen, uns abzulehnen, uns sogar zu fürchten. Das einzige, was ihnen nicht gelungen ist: Sea Shepherd zu ignorieren.

Sea Shepherd war und wird auch in Zukunft der Schutzengel der Delfine sein. Weltweit werden Menschen auch an Sea Shepherd denken, wenn sie von den Färöern hören und sich an die Bilder des sinnlosen und gnadenlosen Schlachtens erinnern. Diesen Ruf teilen sich die berühmt-berüchtigten Färinger mit den japanischen Delfinmördern.

Sea Shepherd hat Erfahrung mit langen Kampagnen gegen verbissene und brutale Mörder. Seit 1975 haben wir die grausamen Robbenmörder aus Ostkanada durch Kampagnen auf dem Eis in den Jahren 1976, 1977, 1979, 1981 und 1983 bekämpft, bis das Morden der neugeborenen Robbenjungen mit ihrem weißen Fell dauerhaft gestoppt wurde. Doch 1995 wurde das Robbenschlachten wieder aufgenommen, so dass Sea Shepherd 1995, 1996, 1998, 2005 und 2008 auf das Eis zurückkehrte, bis Europa die Einfuhr von Robbenprodukten verbot. Neuerdings versucht Kanada, den chinesischen Markt für Robbenpelz zu bewerben, so dass wir wieder neue Kampagnen mit neuen Strategien und Taktiken zum Schutze der Robben planen müssen.

Seit 2002 bekämpft Sea Shepherd den illegalen japanischen Walfang in der Antarktis und seit 2003 das Morden der Delfine im japanischen Taiji. Unsere Kampagne, das Wildern auf den Galapagosinseln zu stoppen, geht nun in ihr sechzehntes Jahr.

Sea Shepherd wird niemals aufgeben oder kapitulieren, und wenn wir einmal den Rückzug antreten, ist das ein strategischer Rückzug.

Um effektiv zu bleiben, müssen immer neue Strategien entwickelt werden. Der Gegner muss im Ungewissen gehalten werden. Sobald die Gegenseite eine Strategie durchschaut, muss diese geändert werden.

Wenn erwartet wird, dass wir dies oder jenes tun, tun wir etwas ganz anderes. Wenn wir zu Geldbußen oder Gefängnisstrafen verurteilt werden, weigern wir uns, die Geldbußen zu bezahlen und sitzen lieber die Zeit im Gefängnis ab. Wenn der Gegner erwartet, dass wir da und dort auftauchen, werden wir woanders in Erscheinung treten. Gute Strategie besteht darin, sorgfältig Zeit und Ort sowie angemessene Taktiken auszuwählen.

Seit 2010 führte Sea Shepherd vier Kampagnen auf den Färöern durch. In deren Folge konnten wir das Leben Hunderter Grindwale und anderer Delfine retten sowie die Aufmerksamkeit der internationalen Medien auf diese jährlich im Nordatlantik stattfindenden Gräuel lenken.

 Über die Jahre stellten sich Hunderte von Sea Shepherd-Freiwilligen gegen dieses grausame Massaker. Foto: Eliza MuirheadWährend dieser Zeit konnten wir Hunderte Stunden an Videomaterial sammeln, welches das Morden der Kleinwale auf den Färöern zeigt. Desweiteren haben wir viele und vielfältigste Beweise der illegalen Aktivitäten der Delfinmörder und der färöischen und dänischen Regierungen gesammelt.

2016 werden wir keine Schiffe zu den Färöern schicken. Unsere Schiffe werden dringend an anderen Orten gebraucht. Außerdem ist nun die Zeit gekommen, einen Dokumentarfilm zu drehen und Strategien einzusetzen, die auf den dänischen und färöischen Tourismus abzielen sowie zusätzlich rechtliche Kanäle zu verfolgen, die die Verletzung europäischer und internationaler Naturschutzgesetze offenlegen.

Vielleicht werden unsere Schiffe und Landcrews in ein paar Jahren wieder zurückkehren. Vielleicht werden sie auch in diesem Sommer da sein - oder auch nicht. Strategien müssen immer im Fluss und Schachzüge geschmeidig bleiben wie Wasser, das sich seinen Weg bahnt, so dass jede einzelne Chance ergriffen und genutzt werden kann.

Der Verlust einiger Boote (die durch unsere loyalen Supporter ersetzt werden konnten) und die Festnahme einiger Dutzend mutiger Freiwilliger hat uns mit wertvollem Material versorgt, mit welchem wir den Walschutz vorantreiben können.

Wir wissen, dass sowohl die Färinger als auch die Dänen darüber besorgt sind, welche Auswirkungen die Aufdeckung des barbarischen Schlachtens auf den Tourismus haben wird. Kreuzfahrtschiffe haben ihre Besuchsfahrten schon abgesagt. Und wir beabsichtigen, noch andere Gesellschaften davon zu überzeugen, keine Geschäfte mit den Färöern zu machen. Andere Maßnahmen richten sich gegen färöische Fischprodukte. Weiterhin versuchen wir, die Filmindustrie davon abzuhalten, die Färöer bei Dreharbeiten für Kinofilme zu nutzen. Disney hat schon das Drehen eines größeren Films abgesagt. Filmgesellschaften wissen sehr wohl, welche Auswirkungen es auf den Ticketverkauf haben kann, wenn ihre Produktionen mit Orten in Verbindung gebracht werden, an denen Gräueltaten gegen Natur und Wildtiere verübt werden.

Über die Jahre haben sich Hunderte von Sea Shepherd-Freiwilligen leidenschaftlich und mutig gegen das grausame Morden solcher intelligenten, sich ihrer selbst bewussten, sozial komplexen und empfindsamen Wesen gestellt. Es war und ist eine globale Bewegung von mitfühlenden Aktivisten.

Die färöische und dänische Haltung, das Schlachten sei sowohl ein traditionell als auch kulturell begründetes Unterfangen, entbehrt jeder Rechtfertigung und Glaubwürdigkeit. Für ein solch brutales und sinnloses Morden wird es niemals eine Rechtfertigung geben können.

Die Mörder verherrlichen im Namen einer grausamen und skrupellosen Tradition Leiden und Tod, während Sea Shepherd das Leben und das Recht der Wale verteidigt, ein von Menschen unbehelligtes und unversehrtes Leben zu führen.

Sea Shepherd wird auch in Zukunft ein Schutzengel für die Delfine sein. Foto: Sea Shepherd

Sea Shepherd wird auch in Zukunft ein Schutzengel für die Delfine sein. Foto: Sea Shepherd


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