• Simple Item 10
  • Simple Item 9
  • 1
  • 2

Sea Shepherd-Crews auf Patrouille zur Verteidigung der Grindwale bei den Färöern. Foto: Iraultza Darias5. Oktober 2015: - Kampf zur Beendigung des Abschlachtens geht weiter
Die in den Niederlanden registrierten Sea Shepherd-Schiffe „Sam Simon“ und „Bob Barker“
haben den Hafen von Bremen erreicht und beenden somit offiziell Operation Sleppid Grindini,
die sechste Kampagne von Sea Shepherd zum Schutz der Grindwale. Die zurückkehrenden Crews
wurden wie Helden empfangen. Vor Ort versammelten sich Unterstützer, um die Leute zu begrüßen,
deren Taten sie über die aufreibenden dreieinhalb Monate der Kampagne verfolgt haben.

Die Schiffe stießen im Hafen zu der in Australien registrierten „Brigitte Bardot“, dem schnellen Trimaran von Sea Shepherd, der Ende September von den Färöern nach Bremen zurückkehrte.

Die Landcrews von Sea Shepherd, die aus internationalen Freiwilligen bestehen und sich seit dem 16. Juni dieses Jahres auf den Färöern aufgehalten hatten, haben die Inselgruppe ebenfalls letzte Woche verlassen.

Obwohl 490 Grindwale auf den Färöern allein seit Juni dieses Jahres abgeschlachtet wurden, konnte dank der Direkten Aktionen von Sea Shepherd das Leben von vielen hunderten Tieren gerettet werden. Schulen von Grindwalen, Weißseitendelfinen, Weißschnauzendelfinen, Großen Tümmlern und Rundkopfdelfinen konnten durch die Sea Shepherd-Schiffe von den tödlichen Stränden der Inselgruppe weggeführt und sicher zurück aufs Meer geleitet werden.

Captain Alex Cornelissen, Geschäftsführer von Sea Shepherd Global, erklärte: „Ich möchte allen Crews von Sea Shepherd – sowohl an Land als auch auf See – meinen größten Dank dafür aussprechen, dass sie die Grindwale der Färöer während Operation Sleppid Grindini verteidigt haben. Wenige kennen den unermüdlichen Einsatz, der erforderlich ist, damit diese Kampagne stattfinden kann. Es waren dreieinhalb unglaublich fordernde Monate, aber wir haben für die Grindwale und auch für die Ozeane einen großen Erfolg erzielt.“

Die 5 Crewmitglieder von Sandavágur, verhaftet wegen des “Verbrechens”, Grindwale zu verteidigen.Die Erfolge von Operation Sleppid Grindini wurden trotz großer Widrigkeiten erreicht. Insgesamt 14 Sea Shepherd-Freiwillige aus 11 Ländern wurden während der Kampagne verhaftet. Zehn dieser Freiwilligen wurden anschließend aufgrund des „Verbrechens“, Grindwale zu verteidigen, ausgewiesen.

Am 24. August wurde der internationalen Crew der „Bob Barker“ die Einreise auf die Färöer von dänischen Behörden verweigert – eine Aktion, die die Rechtsabteilung von Sea Shepherd als gesetzeswidrig erklärt hat.

Färöische und dänische Behörden haben insgesamt vier Kleinboote von Sea Shepherd beschlagnahmt, drei davon während des Verlaufs von Operation Sleppid Grindini.

Das Kleinboot „Farley“, welches am 20. Juli beschlagnahmt wurde, ist seit über zwei Monaten bei der Polizei unter Verschluss, obwohl die Anklage in Bezug auf die Konfiszierung des Bootes fallen gelassen wurde. Das Kleinboot „Echo“ wurde am 1. September auf den Shetlandinseln beschlagnahmt und im Anschluss vom dänischen Marineschiff „HDMS Knud Rasmussen“ auf die Färöer gebracht, obwohl vom Obersten Gerichtshof Schottlands angeordnet wurde, die Auslieferung zu verhindern.

Sea Shepherd hat sich jedoch über all diese Herausforderungen erhoben und dadurch beispiellose internationale Aufmerksamkeit für die Notlage der Grindwale und anderer Delfine auf den Färöern erregt. Außerdem hat Sea Shepherd dafür gesorgt, dass die dänische Regierung für ihre Komplizenschaft bei den Gräueltaten des Grindadráp verantwortlich gemacht wird.

endegrind3Hunderte Menschen demonstrieren in Paris gegen das Grindadráp. Am 23. Juli wurden über 250 Grindwale mit Hilfe der dänischen Marine, Polizei und Unterstützung der dänischen Regierung auf der Inselgruppe abgeschlachtet. Nachdem die von Sea Shepherd-Crews aufgenommenen drastischen Bilder und Videos weltweit in den Medien veröffentlicht wurden, führte dies zu einem internationalen Aufschrei. In Australien, Belgien, Kanada, Chile, Italien, Luxemburg, Deutschland, Frankreich, Spanien und den USA gingen die Menschen auf die Straße, um gegen das Grindadráp zu protestieren.

Anfang August teilten die zwei großen deutschen Kreuzfahrtschiff-Unternehmen AIDA und Hapag-Lloyd mit, dass sie ihre Reisen zu den Färöern aufgrund der andauernden Walmassaker eingestellt haben.

Am 19. August löste die schottische Stadt Wick ihre 20 Jahre lange Partnerschaft mit der färöischen Stadt Klaksvík und sagte, dass sie eine offizielle Verbindung mit dem färöischen Ort solange ruhen lassen würde, bis das widerwärtige Abschlachten auf der Inselgruppe beendet ist.

Politiker des Vereinigten Königreichs, Italiens und Luxemburgs haben öffentlich ihre Verachtung des Grindadráps zum Ausdruck gebracht, welches von der dänischen Regierung entgegen seiner Verpflichtungen als EU-Mitgliedsstaat und entgegen internationaler Verantwortlichkeiten aktiv unterstützt wird.

Rosie Kunneke, Leiterin des Sea Shepherd-Landteams sagte: „Wir trauern um all die Grindwale und anderen Delfine, die ihr Leben in dem brutalen Grindadráp lassen mussten. Dank der Bemühungen von Sea Shepherd sind diese wunderschönen Geschöpfe jedoch nicht umsonst gestorben. Darüber hinaus sind hunderte anderer Grindwale und andere Delfine aufgrund des Einsatzes von Sea Shepherd heute noch am Leben und darauf sind wir sehr stolz.“

Obwohl Operation Sleppid Grindini in diesem Jahr offiziell beendet ist, hat Sea Shepherd geschworen, seinen Kampf gegen das Grindadráp von der Ferne aus weiterzuführen.

„Egal, ob vor Ort, auf See, in den Medien, vor Gericht oder in der Herzen und Köpfen der Menschen auf der ganzen Welt, Sea Shepherd wird auch weiterhin gegen die Abscheulichkeiten des Grindadráp kämpfen – für all die Grindwale, die noch frei im Meer schwimmen und unseren Schutz brauchen“, sagte Captain Cornelissen.

Seit den 1980er Jahren führt Sea Shepherd den Widerstand gegen das Massenabschlachten von Grindwalen und anderen Delfinen auf den Färöern an. Operation Sleppid Grindini war eine der erfolgreichsten Kampagnen mit der bislang stärksten Präsenz von Sea Shepherd-Schiffen in den Gewässern der Inselgruppe.


Das Kleinboot “Echo” bei der entschlossenen Verteidigung einer Grindwalschule in Sandavágur am 12. August. Foto: Sea Shepherd
Das Kleinboot “Echo” bei der entschlossenen Verteidigung einer Grindwalschule in Sandavágur am 12. August. Foto: Sea Shepherd

Rosie Kunneke und Christophe Bondue werden am 23. Juli während des Walmassakers in Bøur verhaftet. Foto: Sea Shepherd

Rosie Kunneke und Christophe Bondue werden am 23. Juli während des Walmassakers in Bøur verhaftet. Foto: Sea Shepherd

Captain Lublink beobachtet wie die Sea Shepherd-Schiffe eine Delfinschule von den Färöern zurück aufs offene Meer leiten. Foto: Sea Shepherd

Captain Lublink beobachtet wie die Sea Shepherd-Schiffe eine Delfinschule von den Färöern zurück aufs offene Meer leiten. Foto: Sea Shepherd

Die dänische Regierung unterstützt die Walmassaker mit dänischen Ressourcen, darunter mit der Marine und Polizei. Foto: Guiga Pirá

Die dänische Regierung unterstützt die Walmassaker mit dänischen Ressourcen, darunter mit der Marine und Polizei. Foto: Guiga Pirá

Unterstützer begrüßen die zurückkehrenden Sea Shepherd-Crews in Bremen. Foto: Guiga Pirá

Unterstützer begrüßen die zurückkehrenden Sea Shepherd-Crews in Bremen. Foto: Guiga Pirá

Die Sea Shepherd-Flotte von Operation Sleppid Grindini. Foto: Sea Shepherd

Die Sea Shepherd-Flotte von Operation Sleppid Grindini. Foto: Sea Shepherd









Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen