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Sea Shepherd-Freiwillige zur vorzeitigen Ausweisung von den Färöern auf Polizeiwache gelocktIn den frühen Morgenstunden wurden vier Sea Shepherd-Freiwillige
im Schutze der Dunkelheit von den Färöern ausgewiesen.

Gegen 3:30 Uhr Ortszeit wurden die Leiterin des Sea Shepherd-Landteams, Rosie Kunneke aus Südafrika, und die weiteren Sea Shepherd-Freiwilligen Christophe Bondue aus Belgien, Marianna Baldo aus Italien und Kevin Schiltz aus Luxemburg in Begleitung von drei Polizeibeamten in Zivil auf eine Fähre in Tórshavn gebracht, die nach Hirtshals in Dänemark ablegte.

Vor genau einer Woche befand man die vier Freiwilligen schuldig, das färöische Grindwalfang-Gesetz verletzt und die öffentliche Ordnung gestört zu haben – das „Verbrechen“ bestand darin, am 23. Juli das Abschlachten von 250 Grindwalen an den Tötungsstränden von Bøur und Tórshavn gestört zu haben.

Jeder der Freiwilligen wurde zu einer Geldstrafe zwischen 5.000 und 35.000 Dänischen Kronen oder ersatzweise zu acht- bis vierzehntägigen Gefängnisstrafen verurteilt. Darüber hinaus stellte die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf die Ausweisung der Sea Shepherd-Freiwilligen von den Färöern.

Von der Verteidigung wurde sowohl gegen die Urteile, als auch die Ausweisung sofort Revision eingelegt.

Am Dienstag gingen die Freiwilligen auf die Polizeiwache in Tórshavn, um zu erklären, dass sie sich weigern, die auferlegten Geldbußen zu entrichten und forderten, statt der Ausweisung ihre Haftstrafen anzutreten. Kunneke sagte: „Der Versuch, uns auszuweisen, bevor die Anhörung zu unserer Berufung erfolgt, untergräbt unsere menschlichen Grundrechte auf einen fairen Prozess. Er stellt lediglich einen weiteren Versuch dar, jede Stimme des Widerstandes gegen das Abschlachten der Grindwale auf den Färöern zum Schweigen zu bringen.“

Die Polizei setzte die Vier davon in Kenntnis, dass die endgültige Entscheidung in der Angelegenheit von der Dänischen Einwandererbehörde getroffen werde und dass der Antrag auf Antreten der Haftstrafe schriftlich eingereicht werden müsse.

Am Donnerstagnachmittag wurden Kunneke, Bondue, Baldo und Schiltz darüber informiert, dass ihrem Einspruch gegen die Ausweisung nicht stattgegeben werde und dass sie am nächsten Tag von den Färöern ausgewiesen würden. Daraufhin forderte die Polizei die Vier auf, am Donnerstagabend auf der Polizeiwache in Tórshavn vorstellig zu werden. Man sprach davon, dass man sie dort über die letzten Details bezüglich der Ausweisung, auch über die zeitliche Abfolge, informieren wolle.

Rosie KunnekeChristophe BondueMarianna BaldoKevin Schiltz, Luxembourg

Wunschgemäß erschienen die vier Sea Shepherd-Freiwilligen am 13. August gegen 18:35 Uhr Ortszeit auf der Polizeiwache in Tórshavn. Zu ihrer Bestürzung wurden sie sofort bis zur Ausweisung in Haft genommen.

Die vier Sea Shepherd-Freiwilligen blieben etwa neun Stunden bis zu ihrer Ausweisung in Haft. Die Kommunikation beschränkte sich darauf, was ihr Eigentum war und wo es sich befand, so dass man es beschaffen konnte und auf einen kurzen Brief an die anderen Freiwilligen, die sich noch vor Ort befanden.

In einem Brief an seine Mitstreiter der Sea Shepherd-Crew schrieb Bondue: …“ kämpft weiter! Das ist erst der Anfang!“

Auf diese Fähre wurden die Volunteers gebrachtDer verantwortliche Geschäftsführer von Sea Shepherd Global, Captain Alex Cornelissen, gab folgende Erklärung ab: “Die dänischen Behörden sind zunehmend verzweifelt und werden bei ihren Versuchen, Sea Shepherd zum Schweigen zu bringen, immer unvorsichtiger. Die Wahrheit über die dunklen Geschäfte der dänischen Regierung auf den Färöern und das Ausmaß, mit dem sie gewillt sind, das derzeitige Abschlachten der Wale zu schützen, ist so offensichtlich wie nie zuvor. Ganz klar fühlt Dänemark den Druck, der durch die Missbilligung der internationalen Öffentlichkeit auf sie ausgeübt wird, denn es verstößt gegen die gesetzlichen Bestimmungen der Europäischen Union und internationale Gesetzgebung. Genau hierin liegt der Grund, warum wir weiterhin Druck ausüben und die schrecklichen Taten auf den Färöern aufdecken werden.“

In diesem Jahr wurden auf den Färöern bisher zwölf Sea Shepherd-Freiwillige aus Großbritannien, Italien, Korsika/Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Luxemburg und den USA verhaftet. Alle Freiwilligen sind wegen des „Verbrechens“ angeklagt, sich gegen die berüchtigte Treibjagd auf Grind- und andere Kleinwale, bekannt als Grindadráp, gestellt zu haben.

Das Grindadráp ist die größte Einzelschlachtung von Meeressäugern in Europa. In den fünf Grindadráps, die seit Juni dieses Jahres stattgefunden haben, sind alleine 490 Grindwale niedergemetzelt worden.

Seit den 1980er Jahren ist Sea Shepherd in seinem Widerstand gegen das Grindadráp führend. Operation Sleppid Grindini ist die sechste Kampagne der Organisation zum Schutz der Grindwale auf den Färöern

Weitere Informationen zur Kampagne

Operation Sleppid Grindini

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