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AIDA hat entschieden, die Routen der Kreuzfahrten zu ändern und nun den Hafen von Kirkvall auf den schottischen Orkney-Inseln als Alternative zum Hafen von Klaksvik auf den Färöer-Inseln anzusteuern. (Quelle: Wikimedia Commons)10. August 2015: - Internationaler Aufschrei gegen die Abschlachtung von Grindwalen geht mit Absage
aller Zwischenhalte auf den Färöer-Inseln durch die größten Betreiber von Kreuzfahrten weiter.

Mit einem verheerenden Schlag für die Tourismusindustrie der Färöer-Inseln reagierten zwei der größten Kreuzfahrtgesellschaften, AIDA und Hapag-Lloyd, mit der Bekanntgabe, dass alle Fahrten zu den Färöer-Inseln abgesagt wurden. Die Absagen sind eine Antwort auf die fortwährende Treibjagd und Abschlachtung von Grindwalen, bekannt als Grindadráp, im Inselarchipel.

Die Ankündigungen folgen auf die Verurteilungen der in den Niederlanden ansässigen Meeresschutzorganisation Sea Shepherd Global und der fünf Freiwilligen von Sea Shepherd, die angeklagt wurden, das Abschlachten von über 250 Grindwalen an den Tötungsstränden von Bøur und Tórshavn am 23. Juli 2015 gestört zu haben.

Sea Shepherd erhielt die Bestätigungen der Absagen von AIDA und Hapag-Lloyd am Freitag.

Frau Dr. Monika Griefahn, Direktorin für Umwelt und Gesellschaft und Chief Sustainability Officer von AIDA, erklärte, dass das Unternehmen entschieden hat, die Routen der Kreuzfahrten zu ändern und nun den Hafen von Kirkvall auf den schottischen Orkney-Inseln als Alternative zum Hafen von Klaksvik auf den Färöer-Inseln anzusteuern. In einem Schreiben an Sea Shepherd erklärte Dr. Griefahn: "Aus Verantwortung gegenüber unserer Crew und unseren Gästen, sowie aus Gründen des Artenschutzes, hat sich AIDA Cruises dazu entschieden, die Färöer-Inseln bis auf weiteres nicht mehr anzulaufen."

Negar Etminan, Leiterin Unternehmenskommunikation von Hapag-Lloyd, erklärte in einer E-Mail an Sea Shepherd, "Wir haben bereits die Zahl unserer Anläufe auf den Färöer-Inseln reduziert. Für das kommende Jahr ist nur ein Anlauf auf den Färöer-Inseln geplant. Von weiteren Anläufen auf den Färöer-Inseln werden wir vorerst absehen und prüfen derzeit mögliche Alternativen für die geplante Routenführung im nächsten Jahr.“

AIDA Cruises hat entschieden, die Färöer-Inseln bis auf weiteres nicht mehr anzulaufen. (Quelle: Wikimedia Commons) Im Jahr 2013 richtete AIDA einen offenen Brief an den Ministerpräsidenten der Färöer-Inseln, Kaj Leo Johannesen, in dem die Sorgen des Unternehmens bezüglich des Grindadráp hervorgehoben wurden. Im Jahr 2014 schrieb Hapag-Lloyd einen ähnlichen Brief an Johannesen, in dem es hieß, "Wir schützen, was uns fasziniert - daher liegt es auch im starken Interesse unseres Unternehmens und unserer Gäste, dass der Walfang auf den Färöer-Inseln gestoppt und der Dialog gesucht wird."

Am 14. Juli 2015 kontaktierte Sea Shepherd AIDA und Hapag-Lloyd in Bezug auf ihre offenen Briefe und forderte die Unternehmen auf, die Routen zu den Färöer-Inseln angesichts der laufenden Abschlachtungen unverzüglich zu verlegen.

Sea Shepherd wies auch auf die Änderung im färöischen Grindwalfang-Gesetz und die möglichen Schwierigkeiten für Kunden von AIDA und Hapag-Lloyd hin, die zu der Inselgruppe reisen. Besonders erwähnte Sea Shepherd gegenüber beiden Unternehmen, dass "jede Person, die eine Sichtung von Walen nicht sofort an den örtlichen Polizeichef (den Sysslemand) meldet, dieses Gesetz verletzt."

Lokale Medienberichte weisen darauf hin, dass die internationalen Proteste gegen das Grindadráp sich aufgrund der Abschlachtungen vom 23. Juli 2015 und der Verhaftungen der Sea Shepherd-Freiwilligen verstärkt haben und sich bereits mit dem Ausbleiben von mindestens 6.000 Touristen bemerkbar macht.

Captain Alex Cornelissen, Geschäftsführer von Sea Shepherd Global, sagte, "Während unsere Crewmitglieder wegen der Verteidigung der Grindwale für schuldig befunden wurden, nimmt der Kampf gegen das fortwährende Abschlachten der Grindwale auf den Färöer-Inseln rapide zu. Ich gratuliere AIDA und Hapag-Lloyd zu ihrem Protest gegen dieses grausame und unnötige Abschlachten und für das Senden einer klaren Botschaft Richtung Dänemark und den Färöer-Inseln, dass die Welt diese blutige 'Tradition' nicht länger tolerieren wird."

Sea Shepherd stellt sich seit den frühen 1980er Jahren in einer führenden Rolle gegen das Grindadráp, und ist zurzeit auf den Färöer-Inseln im Rahmen von "Operation Sleppid Grindini", seiner sechsten Kampagne zum Schutz der Grindwale, vor Ort.

Schreiben an AIDA und Hapag-Lloyd:
pdfBrief-AIDA.pdf

pdfBrief-Hapag-LLoyd.pdf

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