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grindini tomZwei Besatzungsmitglieder des Sea Shepherd-Schiffes Sam Simon wurden auf den Färöern verhaftet.

Susan Larsen aus den USA, Fahrerin des Schlauchbootes Farley, und Tom Strerath aus Deutschland,
Navigator  des Schlauchbootes, wurden heute Morgen gegen 09:00 Uhr Ortszeit verhaftet.
Der Zwischenfall ereignete sich im Anschluss an einen mutmaßlichen Versuch einer Grindwal-Treibjagd
(färöisch „Grindadráp“ genannt), genau nördlich von Klaksvík, im Nordosten der Inselgruppe.
Kurz vor dem Vorfall überprüften die Sam Simon und die Farley eine Flottille von schätzungsweise 15 Booten der Einheimischen, die sich an Klaksvík vorbei nach Norden  bewegten.

Obwohl in der Region von Sea Shepherd keine Grindwale gesichtet werden konnten, ist diese Aktivität normalerweise ein Anzeichen für ein Grindadráp. Kurz danach hörte die Flottille auf, sich nach Norden zu bewegen. Auch die Sam Simon und die Farley beendeten zu diesem Zeitpunkt ihre Bewegung. Eines der Schlauchboote der Flottille näherte sich dem Bug der Sam Simon und fuhr südwärts entlang der Backbordseite des Schiffes zu seinem Heck. Dabei warf die Besatzung des Schlauchbootes ein Seil aus, um die Schiffsschraube der Sam Simon vorsätzlich zu blockieren. Zu dieser Zeit war die Farley etwa eine Seemeile von der Backbordseite der Sam Simon entfernt. Offenbar ging die färöische Polizei an Bord des Schlauchbootes und verhaftete die zwei Freiwilligen. Seitdem werden sie auf der Polizeiwache von Klaksvík festgehalten. Der Kapitän der Sam Simon, Adam Meyerson, bat um eine Bestätigung von der dänischen Marine darüber, dass die Besatzung des Schlauchbootes verhaftet wurde. Die HDMS Triton antwortete, dass sie für Polizeiarbeit „nicht zuständig sei“ und empfahl Captain Meyerson, die örtliche Polizei zu kontaktieren. Trotz dieses Kommentars positionierte sich die Triton zwischen der Sam Simon und dem Schlauchboot, so dass die Farley verdeckt wurde.

Rosie Kunneke, Leiterin des Landteams von Sea Shepherd, kontaktierte die örtliche Polizei, um sich zu erkundigen, ob die beiden verhaftet wurden. Dies wurde mit der Begründung bestätigt, dass sich die Sea Shepherd-Besatzung „im Bereich der Grindwaljagd“ befand.

Captain Meyerson ersuchte eine Bestätigung der dänischen Marine darüber, ob ein Grindadráp ausgerufen wurde, jedoch wurde zu diesem Zeitpunkt keine derartige Bestätigung gegeben.Captain Meyerson bat außerdem um eine Bestätigung, ob die Triton das Schlauchboot Farley konfisziert hat. Wieder wurde nicht geantwortet. Sea Shepherd vermutet jedoch, dass dies der Fall war. „Ich habe heute mehrere Anfragen an die dänische Marine gesendet, darüber, ob ein Grindadráp ausgerufen wurde, ob unsere Crew verhaftet wurde und ob das Schlauchboot Farley konfisziert wurde. Meine Anfrage blieb in allen Fällen unbeantwortet. Obwohl sie das Gegenteil behaupten, ist offensichtlich, dass die Triton unmittelbar an den heutigen Festnahmen beteiligt war, und dass die dänische Marine tief in das Grindadráp verwickelt ist“, sagte Captain Meyerson.

Berichte in den lokalen Nachrichten deuten daraufhin, dass örtliche Walfänger eine Schule von Grindwalen gesichtet hatten und versuchten, diese zu treiben. Man geht jedoch davon aus, dass die Walschule entkam und kein Grindadráp stattfinden konnte.

Kunneke hat bestätigt, dass ein Rechtsbeistand hinzugezogen wurde, um die verhafteten Sea Shepherd-Freiwilligen zu vertreten. „Wenn man davon ausgeht, dass es kein Grindadráp gab, scheint es so, als ob unsere Besatzungsmitglieder komplett ohne Grund verhaftet wurden. Die Polizei hält sich zurzeit immer noch bedeckt. Ohne einen sichtlichen Grund für die Verhaftung sind wir jedoch zuversichtlich, dass die beiden bald freigelassen werden“, sagte Kunneke.

Obwohl Dänemark als EU-Mitglied zu den Antiwalfangländern gehört und Gesetzen unterliegt, die das Schlachten von Walen verbieten, unterstützt Dänemark weiterhin die färöischen Walfänger und arbeitet direkt mit ihnen zusammen.

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Sea Shepherd führt zurzeit die sechste Grindwal-Schutzkampagne auf den Färöern durch: Operation Sleppid Grindini.

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