• Simple Item 10
  • Simple Item 9
  • 1
  • 2

Ein freiwilliger Helfer von Biosfera kontrolliert den Zustand eines Sturmtaucher-Jungvogels. Foto: Jo WatmoreSea Shepherd Global hat zusammen mit der örtlichen Naturschutzorganisation Biosfera 1
die Anti-Wilderer-Kampagne 2015 auf Kap Verde, Westafrika, zum Schutz der Kapverdensturmtaucher gestartet.

Die Kampagne hat sich zum Ziel gesetzt, den Bestand der gefährdeten Kapverdensturmtaucher
(Calonectris edwardsii)  vor den verheerenden Folgen der Wilderei zu schützen.Von Juli bis September wird das Sea Shepherd Schiff "Jairo Mora Sandoval" in den Gewässern rund um die kapverdische Insel Raso dauerhaft präsent sein. Dort wird die Crew gezielte Maßnahmen gegen die Wilderei und für die Einhaltung von Naturschutzgesetzen umsetzen.

Die Insel Raso ist das größte Meeressschutzreservat der kapverdischen Inseln und ist für die Artenvielfalt in der Region unerlässlich. Es ist außerdem die Heimat der größten Kolonie von Kapverdensturmtauchern auf dieser Inselkette.

Nachdem sie Ende Februar bis März in ihren Brutkolonien angekommen sind, beginnen die Vögel in Höhlen an den Klippen und den küstennahen Felsen sowie unter großen Felsbrocken zu nisten. Jedes Brutpaar von Sturmtauchern zieht dabei nur ein Junges groß.

Die Vögel sind in ihren Nestern extrem ungeschützt und leicht zu erreichen. Während dieser Zeit kommen Wilderer auf die Insel, drehen den wohlgenährten, flauschigen Küken den Hals um und töten sie so für Nahrung und Profit.

In den letzten Jahren wurden tausende Küken der Sturmtaucher gewildert; Aufzeichnungen zufolge, nicht weniger als 6.000 Sturmtaucherküken in einem Sommer. So ist es natürlich nicht überraschend, dass die Population der Kapverdensturmtaucher inzwischen rückläufig ist. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion wird diese Art nun schon als „potentiell gefährdet“ geführt.

Dies ist das zweite Jahr infolge, in dem Sea Shepherd mit Biosfera 1, die auf Raso schon seit 2007 dauerhaft präsent ist, eine Partnerschaft eingeht, um bei den Anti-Wilderer-Aktionen auf der Inselkette zu unterstützen.

Ryan Jones, Teamchef auf der "Jairo Mora Sandoval", sagte: „Dank des andauernden Drucks durch unsere Präsenz vor Ort, sowie mit der Dokumentation und den Überwachungsmaßnahmen rund um die Insel, als Teil unserer Anti-Wilderer-Kampagne, sehen wir bereits, dass sich bei der Regierung etwas tut in Bezug auf die Durchsetzung von Meeresschutz- und Naturschutzgesetzen in diesem Reservat.“

Kürzlich hat die Regierung von Kap Verde der "Jairo Mora Sandoval" eine Erlaubnis für die Errichtung von dauerhaften Liegeplätzen in zwei Meeresschutzreservaten auf der Insel Raso sowie der Insel Santa Luzia gewährt. „Die dauerhaften Liegeplätze auf den Inseln erlauben es der 'Jairo Mora Sandoval', länger vor Ort zu bleiben, und maximieren unsere Präsenz sowie unsere Fähigkeit, auf die Einhaltung der Naturschutzgesetze hinzuwirken“, sagte Jones.
Das Basislager auf der Insel Raso - Ausgangspunkt für die Überwachung und Durchführung von Anti-Wilderer-Maßnahmen. Foto: Ryan JonesDie gemeinsame Biosfera und Sea Shepherd Crew trifft auf der Insel Raso ein - bereit für den Start der Kampagne. Foto: Jo Watmore




Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen