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Blutige Gesichter der Walfänger nach dem Abschlachten. Foto: Julian Patterson30. Juni 2015: Sea Shepherd Freiwillige vor Ort auf den Färöern
haben am Morgen des 29. Juni in Hvannasund, im nördlichen Teil der Inselgruppe,
schreckliche Szenen vom Abschlachten einer Grindwal-Schule mit der Kamera festgehalten.

Zwei Sea Shepherd Freiwillige waren in der Lage, die berüchtigte Treibjagd aus der Entfernung zu filmen. Sie hielten sich dabei außerhalb der Verbotszone von einer Seemeile um den Ort der Abschlachtung auf. Später konnten weitere Freiwillige schockierende Fotos von den Auswirkungen des Abschlachtens machen.

Das Videomaterial dieses Abschlachtens, auch bekannt unter dem färöischen Begriff „Grindadráp“ oder „Grind“, zeigt einen der Killer, wie er ein Messer aus seiner Tasche zieht und damit brutal auf mehrere Grindwale einsticht.

Seit Mai 2015 ist die primär erlaubte Tötungsmethode während eines Grindadráp ein spitzer Speer. Die Benutzung eines Messers ist angeblich nur unter speziellen Umständen gestattet, jedoch ist nicht geklärt, was genau unter ‘speziellen Umständen’ zu verstehen ist.

Die Leiterin des Landteams, Rosie Kunneke, ist in großer Sorge wegen der offensichtlich laxen Einstellung zur Einhaltung der erlaubten Tötungsmethoden. "Die verantwortlichen färöischen Behörden haben die klare Erwartung ausgedrückt, dass Sea Shepherd und jeder andere Besucher der Färöer sich peinlichst genau an die für das Grindadráp geltenden Gesetze hält. Es sieht aber so aus, als ob man eben diese Gesetze sehr viel lockerer sieht, wenn es um die Waljäger selbst geht. Es ist offensichtlich, dass die färöischen Behörden nur daran interessiert sind, das verruchte Abschlachten fortführen zu können, während es sich bei den Richtlinien der sogenannten 'tiergerechten Tötungsmethoden' lediglich um Lippenbekenntnisse handelt", sagte sie.

Die Schule mit 22 Grindwalen wurde am Montagmorgen um ca. 8:30 Ortszeit gesichtet. Die Tiere wurden dann nach Hvannasund im Norden der Inselgruppe getrieben, wo die gesamte Schule schließlich abgeschlachtet wurde.

Kinder spielen auf den Kadavern der geschlachteten Grindwale. Foto: Nils GreskewitzRoss McCall, stellvertretender Leiter der Kampagne, der sich während der Abschlachtung ebenfalls vor Ort aufhielt, lobte die Bemühungen seiner Sea Shepherd Crewmitglieder. "Es war ein trauriger Tag auf den Färöern. Wegen der neu in Kraft getretenen Gesetze, die erlassen wurden, um uns die Hände zu binden, war es eine große Herausforderung, unsere Teams überhaupt an den Strand zu bringen, an dem die 22 Grindwale zusammengetrieben wurden. Mit Einfallsreichtum und schneller Kommunikation hat ein Teil unserer Crew an Land es geschafft, die Treibjagd mit der Kamera festzuhalten. Für mich war es ein äußerst schmerzhafter Anblick. Die Wale wurden mit dem Kran auf die Docks gehoben, während das Blut aus ihren tödlichen Wunden strömte. Was für ein schändlicher Anblick. Aber diese tragischen Ereignisse zu dokumentieren, ist jetzt von größter Wichtigkeit, um sie durch unserer Kameras der Welt zu zeigen."

Die Abschlachtung in Hvannasund ist das zweite Grindadráp in diesem Jahr. Am Samstag, dem 6. Juni, wurden am Strand von Miðvágur auf Vágar, im Nordwesten der Färöer-Inseln, bereits 154 Grindwale getötet. Diese Abschlachtung fand noch vor dem Eintreffen von Sea Shepherd statt, und war die größte Abschlachtung auf den Inseln seit 2013.

Captain Alex Cornelissen, geschäftsführender Direktor von Sea Shepherd Global und Leiter der "Operation Sleppid Grindini", sagte: "Heute trauern wir um den Tod von 22 Grindwalen. Aber unsere Teams sind weiterhin konzentriert und stark; fest entschlossen, die Geschichte des Grindadráp der Welt zu erzählen, damit dieser Tod, und der Tod aller Grindwale vor ihnen, nicht umsonst gewesen ist."

"Operation Sleppid Grindini" ist Sea Shepherds sechste Kampagne zur Verteidigung der Grindwale auf den Färöern.



Sea Shepherd Freiwillige vor Ort auf den Färöern haben heute Morgen grausame Szenen vom
Abschlachten einer Grindwal-Schule in Hvannasund, im nördlichen Teil der Inselgruppe,
mit der Kamera aufgenommen.


Weitere Informationen zur Kampagne

Operation Sleppid Grindini


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