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Das Wildererschiff Yongding nahm Kurs auf die Sam Simon und verfehlte sie um 10 Meter. Foto: Jeff Wirth2. Februar 2015
Das Sea Shepherd-Schiff Sam Simon fing heute um ungefähr 11:30 Uhr Ortszeit (AEDT) die Wildererschiffe
Yongding und Kunlun ab; zwei der drei Wildererschiffe, die letzten Monat vor der neuseeländischen Marine
flohen, nachdem sie beim illegalen Fischen in den Gewässern westlich des Rossmeeres aufgespürt worden waren.

Die beiden Wildererschiffe wurden von der Sam Simon bei 66˚ 39 Süd und 063˚ 43 Ost in australischen Gewässern abgefangen. Auf ihren Decks befand sich verbotene Fischereiausrüstung. Das Gebiet wird von Australien gemäß seinen internationalen Verpflichtungen als Mitglied der Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) verwaltet.

Sowohl für die Yongding als auch für die Kunlun wurden von Interpol Lila-Notizen ausgestellt und beide Schiffe befinden sich auf der schwarzen Liste der CCAMLR für illegale, unregulierte und undokumentierte (IUU) Fischereifahrzeuge. Beide Schiffe fuhren unter der Flagge von Äquatorialguinea, als sie lokalisiert wurden.

Der Kapitän der Sam Simon, Sid Chakravarty, wies die Schiffe über Funk an, das Gebiet zu verlassen. Daraufhin fuhr die Yongding direkt auf die Sam Simon zu und verfehlte sie um 10 Meter.

GPS Koordinaten zeigen das Wildererschiff Kunlun in Australiens Ausschließlicher Wirtschaftszone. Foto: Jeff WirthCaptain Chakravarty sagte: "Das ist der zweite Vorfall innerhalb des letzten Monats, bei dem sowohl die Yongding als auch die Kunlun in australischen Gewässern entdeckt wurden. Beide Schiffe haben in Bezug auf Verstöße gegen Fischereigesetze eine lange Geschichte. Die aggressiven Aktionen der Yongding beweisen, dass sie etwas zu verbergen haben. Es steht eindeutig fest, dass die neuseeländischen und australischen Regierungen die Schiffe nicht hätten aus den Augen verlieren sollen, als sie erstmalig entdeckt wurden.”

Man vermutet, dass die Yongding und die Kunlun, ebenso wie das andere Wildererschiff namens Songhua, das von der neuseeländischen Marine abgefangen wurde, Verbindungen zu dem bekannten spanischen Verbrechersyndikat Vidal Armadores haben.

In Folge eines Antrages der neuseeländischen Regierung wurden am 13. Januar für alle drei Wildererschiffe wegen des Verdachts von illegalen Fischereiaktivitäten und damit zusammenhängenden Strafdelikten Lila-Notizen von Interpol ausgestellt. Von Interpol veröffentlichte Informationen lassen vermuten, dass die drei Schiffe gemeinschaftlich operieren.

Sea Shepherd hat die australische Regierung abermals kritisiert, denn sie hat bisher nicht auf die Präsenz des Wildererschiffes in australischen Gewässern reagiert.

Captain Chakravarty sagte: „Die Untätigkeit der australischen Regierung, die Verfolgung nicht wieder aufzunehmen, nachdem das Marineschiff Wellington gezwungen war, in den Hafen zurückzukehren, ermöglicht den Wilderern, sich in diesen Gewässern frei zu bewegen. Das hat unmittelbar zu Folge, dass die illegalen Schiffe weiterhin die gefährdete Antarktisdorschpopulation des Südpolarmeeres ausplündern. Als Reaktion auf das schwache Vorgehen Australiens zeigen die Wilderer wenig Respekt vor den Behörden und haben keine Sorge festgenommen zu werden. Die Mannschaft der Sam Simon ist fest dazu entschlossen, die Fischereiaktivitäten der Yongding und Kunlun zu blockieren. Dabei hält Sea Shepherd wieder einmal die letzte Verteidigungslinie für den Schutz des Meereslebens in der Antarktis.“

Die Yongding und die Kunlun sind zwei von sechs verbleibenden Wildererschiffen, welche Sea Shepherd die „Bandit 6“ nennt. Sie sind dafür bekannt, dass sie in die IUU-Antarktisdorsch-Fischerei innerhalb des CCAMLR-Gebietes im Südpolarmeer verwickelt sind.

Am 16. Januar beendete die Sam Simon ein Mammutprojekt und barg illegale Stellnetze aus dem Südpolarmeer, die von einem weiteren Wildererschiff der „Bandit 6“ zurückgelassen wurden, nämlich der unter nigerianischer Flagge fahrenden Thunder. Über 70 km illegales Stellnetz wurde innerhalb von drei Wochen geborgen und mehr als 1400 Fische mit einem Gewicht von 50.000 kg wurden wieder dem Meer übergeben.

Die Bob Barker, das Partnerschiff der Sam Simon, ist nachwievor auf den Fersen der Thunder. Mit dem heutigen Tage dauert die rekordbrechende Verfolgungsjagd nun schon 47 Tage.

Die Wildererschiffe sind das Ziel von Sea Shepherds laufender Kampagne zum Schutz des Südpolarmeeres, Operation Icefish.

Operation Icefish, die im Dezember letzten Jahres begann, ist Sea Shepherds 11. Kampagne zum Schutz des Südpolarmeeres und dabei die erste, die auf IUU-Antarktisdorsch-Fischereifahrzeuge im Südpolarmeer abzielt.

Link zur Lila-Notiz von Interpol, Yongding


Eines der beiden Wildererschiffe, die heute von der Sam Simon in australischen Gewässern lokalisiert wurden. Foto: Giacomo Giorgi Das Wildererschiff Kunlun kreuzt den Bug der Sam Simon. Foto: Jeff Wirth


Weitere Informationen findest du auf unserer Kampagnenseite:
Operation Icefish

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