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Die Thunder steht auf der schwarzen Liste der CCAMLR und wurde von Interpol mit der Lila-Notiz versehen.Gestern, um 21:52 Uhr Ortszeit, konnte das Sea Shepherd-Schiff Bob Barker
die Thunder – ein Schiff, das seit jeher mit illegaler Fischerei in Verbindung gebracht wird
– bei den Koordinaten 62° 15' Süd, 81° 24' Ost ausmachen.
Diese Position befindet sich innerhalb des Managementgebiets der CCAMLR
(Kommission für die Erhaltung der lebenden antarktischen Meeresressourcen).

Außerdem befand sich noch Fischereiequipment, das durch drei orange Bojen gekennzeichnet war, im direkten Umfeld der Thunder.

Als Schiff von Wilderern bekannt, wurde die unter nigerianischer Flagge fahrende Thunder von Interpol mit der Lila-Notiz versehen, was auf gemeinsame Anstrengungen von Australien, Neuseeland und Norwegen zurückzuführen ist. Die Thunder befindet sich zudem noch auf der schwarzen Liste der CCAMLR, auf der illegal tätige Schiffe verzeichnet sind. Darüber hinaus weiß man von der Thunder, dass sie bei ihren Wildereiaktivitäten Stellnetze einsetzt – eine Fischereimethode, die von der CCAMLR verboten wurde.

Im australischen Sommer 2006/07 sichtete die Oceanic Viking, ein Schiff der australischen Zoll- und Fischereibehörde, und die Aurora Australis, ein australisches Forschungsschiff, die Thunder (welche damals noch Typhoon hieß) innerhalb des CCAMLR-Gebiets. 2013 berichtete die australische Behörde für Fischereiwesen, dass der Thunder von regionalen Einsatzkommandos die Einfahrt in die Häfen von Penang, Malaysia und Bali verweigert wurde, nachdem sie dort versuchte, illegal gefangenen Fisch im Wert von Millionen von Dollar abzuladen.

Der Kapitän der Bob Barker, Peter Hammarstedt, forderte die Thunder sofort auf, sich nach Fremantle in Australien zu begeben, um sich dort den australischen Strafverfolgungsbehörden zu stellen.

GPS-Koordinaten bestätigen, dass sich die Thunder im Gebiet der CCAMLR befindet."Ich habe den Kapitän und die Crew der Thunder darüber informiert, dass sie sich unter Arrest befinden und dass es sich um eine Jedermann-Festnahme handelt. Jegliche Fischerei sei sofort einzustellen und die gesamte Crew habe sich bei den australischen Behörden zu melden. Ich habe die Thunder außerdem darüber informiert, dass Sea Shepherd sich gezwungen sieht, direkt in die andauernden illegalen Aktivitäten einzugreifen, falls der Kapitän der Thunder diese Anweisung ignoriert.“

Captain Hammarstedt hat daraufhin die CCAMLR, die australische Bundespolizei und die australische Fischereibehörde darüber informiert, dass das Schiff innerhalb des CCAMLR-Gebietes gesichtet wurde.

Captain Hammarstedt hat bei den australischen Behörden darauf gedrängt, gegen die Wilderer tätig zu werden. "Australien spielt eine wesentliche Rolle als Mitglied der CCAMLR und hat viel Zeit und Geld in den Kampf gegen den illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischfang (IUU-Fischerei) im Südpolarmeer gesteckt, bei dem der Riesen-Antarktisdorsch und der Schwarze Seehecht im Mittelpunkt stehen. Nun rufen wir das Land dazu auf, dieser vorbildlichen Haltung weiterhin gerecht zu werden und etwas gegen die kriminellen Wilderer zu unternehmen.

Die Thunder fährt derzeit in Richtung Westen. Die Bob Barker folgt ihr.

Die IUU-Fischerei findet immer noch innerhalb des CCAMLR-Gebietes statt, obwohl die Kommission große Anstrengungen unternommen hat, diese Gefährdung des antarktischen Ökosystems zu unterbinden. Momentan ist von sechs illegalen Schiffen die Rede, welche im geschützten Gebiet ihr Unwesen treiben.

Operation Icefish ist die elfte Operation zum Schutze des Südpolarmeeres und die erste, die die IUU-Fischerei in Bezug auf Antarktisdorsche aufs Korn nimmt.

ERWISCHT! Captain Peter Hammarstedt fängt das Wildererschiff Thunder innerhalb des CCAMLR-Gebiets ab. Drei Bojen markieren Fischereigeräte ganz in der Nähe der Thunder.

Alle Fotos: Simon Ager / Sea Shepherd


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