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news-140916-1-logo-icefish-200wIn der Walfangsaison 2013/14 rettete Sea Shepherd 784 bedrohten, stark gefährdeten und geschützten Walen das Leben. Anknüpfend an diesen großen Erfolg verkündete der Internationale Gerichtshof in Den Haag die bahnbrechende Entscheidung, welche das japanische Walfangprogramm in der Antarktis ausdrücklich für illegal erklärt.

Kurz danach gab die japanische Regierung bekannt, dass die japanische Walfangflotte, ungeachtet der bedeutsamen Entscheidung des weltweit höchsten Gerichtshofes, in der antarktischen Sommersaison 2014/15 ins Südpolarmeer zurückkehren wird, um nicht-tödliche Studien an Walen durchzuführen – mit der Absicht, den tödlichen Walfang in der Saison 2015/16 im großen Stil wieder aufzunehmen.

Sea Shepherd bereitet seine Flotte darauf vor, den japanischen Wilderern erneut die Stirn zu bieten, falls diese den illegalen Walfang in der kommenden Saison wieder aufnehmen.

Sollten die Wilderer jedoch ihr Versprechen halten und keine Wale töten, wird Sea Shepherd die Möglichkeit nutzen, das illegale Fangen von Schwarzen Seehechten und Riesen-Antarktisdorschen im Südpolarmeer ins Visier zu nehmen. In diesem Fall würde sich das Hauptaugenmerk auf den Schutz der gefährdeten Fische und des empfindlichen Ökosystems, in dem sie leben, verlagern.

Schwarze Seehechte und Riesen-Antarktisdorsche sind einzigartige, langlebige Antarktisfische, die von der Überfischung besonders betroffen sind, weil sie zum einen sehr lange brauchen, um geschlechtsreif zu werden, und zum anderen auf dem Markt sehr begehrt sind. Ihre Fähigkeit, in antarktischen Gewässern – den kältesten Gewässern der Welt – in einer Tiefe von 300 bis 2.500 Metern zu überleben, zeichnet sie aus. Aufgrund seines eiskalten Lebensraumes hat der Riesen-Antarktisdorsch Eiweiße in seinem Gewebe herausgebildet, die einem Frostschutzmittel ähneln. Diese Eiweiße sind bisher kaum wissenschaftlich erforscht, weshalb wir nicht sehr viel über sie wissen. Das illegale Fangen dieser Fische wird zum Zusammenbruch deren Population führen und die Schließung bestimmter Fanggebiete zur Folge haben.

„Operation Icefish wird die erste Kampagne ihrer Art sein. Sie bedient sich innovativer Taktiken der Direkten Aktion, um die Lücke bei der Durchsetzung von Gesetzen zu schließen, die von illegalen Fischereibetrieben noch ausgenutzt wird. Die Bob Barker und die Sam Simon werden Hobart (Australien) und Wellington (Neuseeland) verlassen, um den illegalen Fischern in den antarktischen Gewässern das Handwerk zu legen. Illegale Fischereiaktivitäten werden dokumentiert und gemeldet, und wir werden direkt gegen sie vorgehen. Gesetzeswidrige Fangausrüstung wird konfisziert und entsorgt werden.

Im Laufe von Operation Icefish wird Sea Shepherd im 'Schattenland' des Südpolarmeeres auf Patrouille gehen. Hier beabsichtigen wir vom Jedermann-Festnahmerecht Gebrauch zu machen und das halbe Dutzend illegaler Fischer, die immer noch diese gefährdete Fischpopulation außerhalb der Gesetzgebung ausbeuten, dingfest zu machen“, sagt Captain Peter Hammarstedt, Schiffsbetriebsleiter von Sea Shepherd Global.

news-140916-1-JeffHansen-Hobart-750x800Illegale Fangschiffe agieren in einem exekutiven Vakuum, das durch legale und logistische Herausforderungen geschaffen wurde, mit denen die Kontrollgremien konfrontiert sind. Wilderer benennen ihre Schiffe ständig um und tauschen ihre Flaggen aus, indem sie verschiedene Strohfirmen und Billigflaggen nutzen und zwischen ihnen wechseln. Illegale Fischer nutzen die gewaltige Abgelegenheit des Südpolarmeeres, um dort nicht entdeckt zu werden, wo es an effektiver Kontrolle mangelt.

Zur Jahrhundertwende war etwa ein Drittel der Fänge von Schwarzen Seehechten und Riesen-Antarktisdorschen in Naturschutzgebieten auf illegale, undokumentierte und unkontrollierte Fischerei (IUU) zurückzuführen. Gremien, die für den Naturschutz zuständig sind, glauben, dass diese IUU-Fischerei in den Gebieten, die bisher stark ausgebeutet wurden – beispielsweise die australische subantarktische Insel Heard und die MacDonalds Inseln –, größtenteils eingeschränkt werden kann. Grund für diese Annahme ist die Kombination aus erhöhter Überwachung und Patrouillen auf Hoheitsgewässern und Gewässern der ausschließlichen Wirtschaftszone durch zuständige nationale Gremien wie die Regierungen von Australien und Neuseeland, zusammen mit weiteren Naturschutzmaßnahmen. Aber das illegale Fischen von Schwarzen Seehechten und Riesen-Antarktisdorschen findet weiterhin in den Gebieten statt, die Sea Shepherd „Schattenländer“ des Südpolarmeeres nennt – Gewässer außerhalb nationaler Rechtsprechung mit begrenztem zulässigen Schiffsverkehr, sodass das Risiko, entdeckt zu werden, minimal ist. Die IUU-Fischerei hat sich wesentlich auf neue Populationen verlagert, die nicht dem gleichen Schutz unterliegen und keine Patrouillen durchgeführt werden.

„Während einiger unserer vergangenen Kampagnen im Südpolarmeer sind wir auf illegale Langleinen gestoßen. Seit vielen Jahren haben wir uns auf die Fahne geschrieben, gegen diese Fischerboote vorzugehen. Das illegale und unkontrollierte Fischen von Schwarzen Seehechten und Riesen-Antarktisdorschen muss gestoppt werden. Sea Shepherd besitzt die Leidenschaft und die Mittel dafür“, sagte Captain Alex Cornelissen, Leiter von Sea Shepherd Global.

„Ganz egal ob Wilderer von Walen oder Wilderer von Schwarzen Seehechten und Riesen-Antarktisdorschen – Sea Shepherd ist entschlossen, weiterhin auf 'die letzte Grenze' – die Wildnis des Südpolarmeeres in der Antarktis – aufmerksam zu machen. Dieses Gebiet ist von globaler Bedeutung und verdient größtmöglichen Schutz. Es gibt nur noch wenige Orte auf dieser Welt mit einer Natur solch großen Ausmaßes“, sagte Jeff Hansen, Geschäftsführer von Sea Shepherd Australien.

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