• Simple Item 10
  • Simple Item 9
  • 1
  • 2

Die Killer ringen mit einer Walschule und setzen sie fest. 19. November 2013. Foto: Sea Shepherd1. September 2014
Sea Shepherds Cove Guardians sind in Taiji, um die fünfte Saison von Operation Infinite Patience zu eröffnen

Sea Shepherd kehrt nach Taiji zurück, nachdem es letztes Jahr gelang, die Aufmerksamkeit der weltweiten Medien, der Öffentlichkeit und der Politik auf die brutale Treibjagd von Delfinen und Kleinwalen in Taiji zu lenken.

Die Sea Shepherd Conservation Society berichtet, dass ihre Cove Guardians vor Ort in Taiji, Japan, sind, um die fünfte ihrer Schutzkampagnen für Delfine und Kleinwale in Folge, Operation Infinite Patience, zu eröffnen. Sea Shepherds Cove Guardians sind von Beginn der Treibjagdsaison 2014-2015 an darauf vorbereitet, erneut zu dokumentieren und zu enthüllen, wie man Delfine und Kleinwale abschlachtet oder für die Delfinarien-Industrie einfängt.

Jedes Jahr werden in einem Zeitraum von 6 Monaten – von September bis März – komplette Delfin- und Kleinwalfamilien oder -schulen in der berüchtigten Tötungsbucht von Taiji zusammengetrieben. Hat man eine große Schule eingekesselt, arbeiten die Killer und Trainer Hand in Hand und suchen die "hübschesten" Delfine oder Wale (die ohne sichtbare Narben oder Mängel) für die Gefangenschaft aus. Das Gemetzel wird von dem millionenschweren weltweiten Handel der Delfinarien-Industrie finanziert. Wenn man die hübschesten Tiere gerade aussucht, werden gleichzeitig die anderen, die nicht für ein Leben in Gefangenschaft geeignet sind, brutal für den menschlichen Verzehr abgeschlachtet. Die vor Angst panischen Wale sind gezwungen, durch das Blut ihrer Familienmitglieder zu schwimmen. Die übriggebliebenen Wale aus einer Schule werden wieder zurück ins Meer getrieben, was genauso aufreibend für sie ist wie die Treibjagd in Richtung Bucht. Diese Tiere sind meistens junge Wale, die wenig oder gar keine Chancen haben, ohne den Schutz ihrer Mütter und ihrer Schulen zu überleben. Die einen verhungern, während die anderen Raubfischen zum Opfer fallen.

Die diesjährige, von der Fischereivereinigung von Taiji festgelegte, Fang- und Tötungsquote erlaubt in Taiji die Tötung oder das Einfangen von 1.938 Walen. Unter diese Quote fallen 7 Spezies: 114 Kurzflossen-Grindwale, 450 Streifendelfine, 509 Große Tümmler, 261 Rundkopfdelfine, 400 Schlankdelfine, 70 Kleine Schwertwale und 134 Pazifische Weißstreifendelfine.

Im letzten Jahr veranstaltete die Fischereivereinigung von Taiji eine besonders brutale Jagd und zeigte kein Erbarmen; 800 Wale verloren ihr Leben und schätzungsweise 164 wurden gefangen.

Sea Shepherds Cove Guardians sind bis dato die einzige Gruppe, die während der gesamten Jagdsaison jedes Jahr in Taiji vor Ort ist. Sie übertrugen jede Gefangennahme und jede Tötung per Live-Stream für die Weltöffentlichkeit und haben so einen Sturm der Entrüstung in den Medien angefacht, die Menschen waren aufgrund dieser furchtbaren Massengefangennahme und des Massakers an intelligenten Meerestieren weltweit außer sich.

Führungspersonen aus Öffentlichkeit und Politik wurden aufmerksam und kamen den Forderungen Sea Shepherds und seiner Unterstützer nach einem klaren Statement gegen Taijis grausame Treibjagd nach. Caroline Kennedy, Botschafterin der USA in Japan, sprach sich deutlich gegen die Jagd aus, denn sie postete auf Twitter: „Ich bin in tiefer Sorge ob einer solchen Unmenschlichkeit, die in den tödlichen Delfintreibjagden gezeigt wird. Die Regierung der Vereinigten Staaten toleriert Fischereitreibjagden nicht.“ Folgende Personen äußerten sich ebenfalls öffentlich zu diesem Problem: der italienische Botschafter in Japan Domenico Giorgi der britische Botschafter in Japan Tim Hitchens und der australische Umweltminister Greg Hunt.

 Killer ringen mit dem weiblichen Leitwal einer Schule, 19. November 2013. Foto: Sea Shepherd Als im Januar 2014 eine Riesenschule von 250+ Großen Tümmlern gefangen wurde, darunter ein seltenes Albino-Delfinkalb, war die Welt alarmiert und ergriffen. Die Delfine mussten tagelang leiden, da sie in der Bucht ohne Futter und Schutz gefangengehalten wurden und gezwungen waren, einen brutalen Selektionsprozess für die Gefangenschaft durchzumachen. Da Große Tümmler für die Delfinarien-Industrie besonders lukrativ sind, versprach diese Schule den geldgierigen Killern einen satten Gewinn. Eng an seine Mutter geschmiegt, war das völlig verängstigte Albino-Kalb (das von Sea Shepherd Gründer Captain Paul Watson „Shoujo“ genannt wurde) eines der ersten Tiere, die man gefangennahm. Es wurde seiner Mutter entrissen und ins Walmuseum von Taiji transportiert, wo es in einem kleinen, kargen, dreckigen Becken verbleibt. Als es nach vielen Tagen voller Brutalität endlich still in der Bucht wurde, waren 41 Tiere getötet worden oder im Kampf um ihr Leben und ihre Freiheit gestorben und 130-140 wurden zurück ins Meer getrieben, wo sie ein ungewisses Schicksal erwartete, da sie nun Teil einer auseinandergerissenen und verletzbaren Schule waren.

Große Tümmler sind nur eine Spezies, auf die man es in Taiji abgesehen hat. Eine andere sind Grindwale, die auf den Färöern in Massen abgeschlachtet werden. Dort stellt sich Sea Shepherd gerade gegen die archaische Waljagd, das „Grind“. Im November 2013 wurde eine Grindwalschule in die Tötungsbucht von Taiji getrieben. 14 von diesen empfindsamen Walen wurden abgeschlachtet, ein Jungtier wurde gefangengenommen und 13 junge Grindwale wurden zurück ins Meer getrieben. Die Killer waren brutal, denn sie rissen Familienmitglieder auseinander, als sie verzweifelt versuchten, bei dem großen weiblichen Leitwal der Schule zu bleiben. Dieses Tier nahmen sie zuerst ins Visier und banden ihre Flossen an den Felsen fest. Sie versprach aufgrund ihrer Größe das meiste Geld für den Verkauf ihres Fleisches nach der Schlachtung. Ihre Qual stellte außerdem sicher, dass die Killer die Kontrolle über den Rest der Schule behalten konnten, denn die Wale würden ihren Leitwal niemals alleine lassen. Und wirklich, sie versuchten verzweifelt an ihrer Seite zu bleiben und ihr zu helfen, als sie um Luft rang, gegen die Seile und starke Strömung kämpfte. Sie kämpfte mit aller Kraft, aber vergebens. Der donnernde Krach, mit dem der riesengroße Leitwal auf dem Wasser aufschlug, als ihr Rückgrat mit einer Stahlspitze durchtrennt wurde, schallte durch die ganze Bucht. Die Sea Shepherd Cove Guardians wichen nicht von der Stelle, und konnten diese eindringlichen Geräusche und Bilder dokumentieren. So war sie nicht ungesehen und ungehört gestorben.

Das alljährliche Delfingemetzel in Taiji war praktisch unbekannt, bis Sea Shepherd verdeckt beschafftes Film- und Bildmaterial, das sie 2003 in der Tötungsbucht aufgenommen hatten, veröffentlichte. Das weltweite Interesse wurde durch den oscarprämierten Film „Die Bucht“ noch größer. Sea Shepherd hat zwar durch die Anwesenheit der Cove Guardians während der gesamten Jagdsaison den Fokus auf dieses bedeutende Problem gelenkt und die Anzahl der getöteten Delfine und Kleinwale reduziert, aber die tragische Jagd dauert immer noch an.

Nun da die Jagdsaison 2014-2015 beginnt, machen sich die Sea Shepherd Cove Guardians wieder bereit, die Tötungsbucht weltweit ins Rampenlicht zu rücken. Japan soll aufgrund des noch stärkeren öffentlichen, internationalen Drucks das Blutvergießen beenden.

Aufruf: Sea Shepherd Senior Cove Guardian-Leiterin Melissa Sehgal hat einen dafür Aufruf gestartet, dass mehr Cove Guardians das Team vor Ort in Taiji unterstützen. „Wir sind als Cove Guardians die Augen der Welt in Taiji. Aber vor allem sind wir die einzige Stimme für diese empfindsamen, sozial-komplexen Tiere, die dem Meer brutal entrissen werden“, sagte Sehgal. „Je größer unsere Präsenz in Taiji ist, desto effektiver können wir diese Gräueltaten aufdecken und sie beenden. Wir wollen so viele Kameras wie möglich auf die Bucht richten, wenn die Treibjagd beginnt. Bitte schließt Euch uns an, wenn Ihr könnt. Helft uns, für die Delfine einzutreten. Wir werden nicht aufhören, bis das Gemetzel endet.”

Wenn Ihr Interesse habt, ein Sea Shepherd Guardian zu werden, sendet bitte eine Email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.



News/ Kommentare

  • Costa Ricas Umweltminister erklärt Paul Watson zum Helden
  • Sea Shepherd befreit bedrohten Totoaba während Wilderer erneut Schüsse abfeuern
  • Sea Shepherds Kampagne zur Rettung des Golftümmlers startet mit zwei Schiffen in Mexiko
  • Niederländische Postleitzahlen-Lotterie verlängert Zusammenarbeit mit Sea Shepherd

Event-Vorschau

  • 13. - 14.07. - Feschtiwaal U&D Herrenberg
  • 14.07. - Earth Peace Day, Augsburg
  • 14.07. - Lush Charity Pot Party, Hannover
  • 14. - 15.07. - Vegan Summer Eckernförde
  • 26. - 29.07. - Burg Herzberg Festival

Deutschland News

  •   +

    Fischtheke mit Dornhai - verkauft als „Schillerlocke“ Foto: Wolfgang / pixelio.de Schillerlocke, Seeaal und Steinlachs (Rock Salmon) sind Produkte die Read More
  •   +

    ballons5 Wer genießt nicht den Anblick, wenn bei einem feierlichen Read More
  •   +

    Sea Shepherd Deutschland jetzt auch als App erhältlich Verpasse keine News mehr und hol dir unsere App Read More
  • 1
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok